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Steinkirchen: Kai Schulz sagt Tschüss

Er geht nach fast drei Jahrzehnten: Steinkirchens Kämmerer Kai Schulz

Kämmerer der Samtgemeinde Lühe wechselt nach Zeven

ab. Steinkirchen.
Er geht mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Kämmerer Kai Schulz (47) verabschiedet sich nach bald 30 Jahren von der Samtgemeinde Lühe. "Die Arbeit hat mir immer sehr viel Spaß gemacht", sagt er. "Doch wenn ich beruflich noch einmal eine andere Richtung einschlagen möchte, ist jetzt der geeignete Zeitpunkt." 

Er habe nicht durchgehend drei Jahrzehnte bei der Samtgemeinde gearbeitet, "aber 1998 dort mit meiner Ausbildung begonnen". Darauf folgte ein Studium der Verwaltungswirtschaft in Hannover und die Rückkehr in die Samtgemeinde. Kai Schulz erinnert sich: "Da wartete gleich ein großes Projekt auf mich, denn das damalige Rechenzentrum hatte den Betrieb eingestellt." Die EDV musste umgestellt, alles neu organisiert werden.

Noch mehr Verantwortung übernahm der gebürtige Altländer im Jahr 1999, als er zum Amtsleiter der Abteilung Jugend und Soziales aufstieg. "Als die Sozialhilfe reformiert wurde, war ich ab 2006 als Kämmerer und als Amtsleiter für die Abteilung Finanzen zuständig", erzählt er.

In Zeven wird Kai Schulz Leiter des Fachbereichs Verwaltungsservice, "eine abwechslungsreiche Stelle mit neuen Herausforderungen", freut er sich. "Das hatte mich in der Stellenausschreibung angesprochen." Wenn nicht jetzt wechseln, wann dann, habe er sich gefragt und ist sich sicher, dass er diesen Schritt in fünf Jahren wohl nicht mehr gegangen wäre.

"Meine Familie steht voll und ganz hinter mir", sagt Kai Schulz. Das sei auch wichtig, denn für seine Frau und seine beiden acht und elf Jahre alten Töchter wird sich auch die eine oder andere Änderung ergeben. "Wir haben in Hollern-Twielenfleth gebaut und wohnen dort. Wenn es mir zeitlich möglich war, bin ich bisher zum Mittagessen nach Hause gefahren." Das wird er künftig nicht mehr tun: Fast 50 Kilometer liegen zwischen seinem Wohnort und seiner neuen Arbeitsstätte. Die Strecke, meint Schulz, sei jedoch angenehm zu fahren.

Dafür werde es voraussichtlich weniger Abendtermine für ihn geben: Kai Schulz ist neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit Gemeindedirektor in Hollern-Twielenfleth und Mittelnkirchen. Nicht ohne Stolz sagt er: "Im Team ist es uns gelungen, in beiden Gemeinden viel zu bewegen."

In der Verwaltung in Zeven wird die gesamte Personalwirtschaft zu seinem neuen Arbeitsbereich gehören, ebenso Organisation im Inneren, EDV, die Leitung der Vergabestelle sowie der Kultur- und der Schulbereich. Er bringe einen umfangreichen Erfahrungsschatz mit, meint Schulz. Eines seiner Ziele: irgendwann eine Art "Work-Life-Balance" für das Personal anzustreben, mit flexibleren Arbeitszeiten und vielleicht eines Tages auch die Möglichkeit zum Homeoffice.

Eine Flasche Champagner hat Kai Schulz trotz der neuen Stelle bislang noch nicht geköpft. Das wird er möglicherweise am 31. Dezember tun, an seinem offiziell letzten Arbeitstag in Steinkirchen. Zurücklassen muss er dort ein "tolles Kollegium, dem ich danken möchte für die jahrelange konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit".