Alljährliche Hühnerprobe: Zaun weiter undicht
Elstorf: "Xanthippe" fand das Loch

Geflügelhof-Inhaber Henner Schönecke (li.) mit "Xanthippe" und Notar Dr. Martin C. Lockert
  • Geflügelhof-Inhaber Henner Schönecke (li.) mit "Xanthippe" und Notar Dr. Martin C. Lockert
  • Foto: A. Sommer
  • hochgeladen von Alexandra Bisping

ab. Neu Wulmstorf. Zum 24. Mal fand kürzlich auf dem Parkplatz der Nicolaikirche in Elstorf die Hühnerprobe statt. Im Rampenlicht stand dabei Henne "Xanthippe": Sie war von Geflügelhof-Inhaber Henner Schönecke dazu auserkoren worden, das Loch im Zaun zu finden. Und das gelang ihr auch.

Die seit mehr als zwei Jahrzehnten stattfindende Hühnerprobe geht auf einen Grundbucheintrag aus dem Jahr 1957 zurück. Darin wird der Grundstückseigentümer  dazu verpflichtet, für einen hühnerdichten Zaun zwischen den Grundstücken der Kirche und der angrenzend wohnenden Familie Seepolt zu sorgen. Allerdings geht aus dem Grundbucheintrag nicht hervor, wer der für den Zaun verantwortliche Eigentümer ist. Um zu überprüfen, ob die Abgrenzung tatsächlich nicht hühnerdicht ist, wird einmal pro Jahr die Hühnerprobe veranstaltet.

Bevor "Xanthippe" sich ans Werk machte und auf die Suche nach dem Loch an der Grundstücksgrenze begab, "stritten" sich Pastorin Ruth Stahlmann-Wendt und Marko Seepolt darüber, wer für den hühnerdichten Zaun verantwortlich sei. Zahlreiche Experten wohnten neben Henner Schönecke und dem stellvertretenden Bürgermeister Peter Hauschild der Hühnerprobe bei, darunter Polizeihauptkommissar Frank Ragge, Notar Dr. Martin C. Lockert, Hühnerproben-Präsident Andreas Sommer von der Sparkasse Harburg-Buxtehude sowie die Vermessungsingenieure Bernd Hesse und Dr. Christian Hesse. Trotz der anwesenden Experten und ihrer fachlichen Beurteilungen aus polizeilicher, rechtlicher und vermessungsrechtlicher Sicht und der Bemühungen des stellvertretenden Bürgermeisters konnte der "Streit" zwischen den Grundstückseigentümern nicht geschlichtet werden.

Damit der Geldbeutel für die "Reparatur" des Zauns kräftig klingelte, beteiligten sich alle Anwesenden mit einer Spende. Die Sparkasse Harburg-Buxtehude stockte den Betrag 1.000 Euro auf. Der Erlös fließt in die Durchführung des Zeltlagers der Kreisjugendfeuerwehr, das im kommenden Jahr ins Elstorf ausgerichtet wird. 
Der Streit über den undichten Zaun wird mit der Hühnerprobe in 2020 in eine weitere Runde gehen.

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