Seniorenresidenz Vosshusen in Neu Wulmstorf
„Hier bleibe ich!"
- Willkommen am eigenen Tisch – drei Bewohnerinnen in Vosshusen zeigen, was das Zuhause-Gefühl ausmacht – und das WOCHENBLATT gehört natürlich dazu
- Foto: tml
- hochgeladen von Tina Lüecke
Es duftet nach frisch gekochtem Mittagessen, irgendwo wird gelacht, und hinter dem Rasen zieht manchmal ein Rehkitz vorbei. Wer die Seniorenresidenz Vosshusen in Neu Wulmstorf zum ersten Mal betritt, vergisst schnell, dass er in einer Pflegeeinrichtung ist. „Es ist wie im Hotel" — diesen Satz hört man hier immer wieder.
Platz ist reichlich: Bis zu 127 Menschen ab 60 Jahren finden in dem großzügigen Neubau ein Zuhause. Jeder hat sein eigenes Zimmer — hell, modern und so, dass man sich zurückziehen kann, wann immer man möchte. Wer Gesellschaft sucht, findet sie gleich vor der Tür: an der Mittagstafel oder draußen auf den Bänken in der Sonne.
Wer einzieht, blüht auf
Diesen Moment erlebt Einrichtungsleiterin Nadine Kantor immer wieder. „Viele sitzen zu Hause nur noch vor dem Fernseher und sind viel allein. Hier kann sich jeder zurückziehen — aber eben auch durchs Haus gehen und Kontakte knüpfen." Der Unterschied zeige sich oft schon nach Tagen: „Am ersten Tag sitzen die Neuen still da. Am zweiten sieht man schon ein helleres Gesicht." Es ist wie mit einem wunerschönen Oldtimer, der viel zu lange in der Garage stand — und endlich wieder bewegt wird.
Marlies Lüders kam nach einem Krankenhausaufenthalt her — und blieb. „Allein wohnen geht eben nicht mehr, wenn man alleine steht", sagt sie offen. Eine leichte Entscheidung sei es nicht gewesen, „aber eine nötige". Bereut hat sie sie keinen Tag. Am meisten schätzt sie die Gemeinschaft: „Der eine hilft dem anderen. Und wenn einer allein ist, dann holen wir ihn an unseren Tisch."
Aus Nachbarn werden Freunde
Hier entsteht wieder, was zu Hause oft verloren ging: eine soziale Struktur, ein fester Platz, jemand, der einen vermisst, wenn man fehlt. Man sitzt zusammen, man kümmert sich. Ein Herr aus Hamburg hat draußen vor der Tür sogar eine beste Freundin gefunden — die beiden sind unzertrennlich, erzählen stundenlang von alten Zeiten.
Körper und Geist bleiben in Bewegung
Das Konzept setzt auf Selbstbestimmung und auf ein volles Programm: zweimal täglich Angebote von Gymnastik über Gedächtnistraining bis Singen und Handarbeit, dazu begleitete Spaziergänge an der frischen Luft. Mitentscheiden ist ausdrücklich erwünscht. Und das Essen, über das hier mit leuchtenden Augen gesprochen wird. „Die ziehen ein und nehmen erst mal ordentlich zu", sagt Kantor augenzwinkernd. In guter Gesellschaft schmeckt es eben besser.
Für Angehörige ist der Umzug oft der schwerere Schritt. „Viele haben anfangs ein schlechtes Gewissen", weiß Kantor. Ein bisschen sei das wie damals, als man die Kinder zum ersten Mal in den Kindergarten brachte — bis man sieht, wie zufrieden der Mensch ankommt. Auch Marlies Lüders' Töchter fragten anfangs immer wieder, ob sie nicht doch nach Hause wolle. Ihre Antwort blieb dieselbe: „Ich gehe nicht wieder zurück."
An der Mittagstafel sitzen drei Damen. Eine davon ist Frau Meyer. Davon gibt es hier drei. Über diesen lustigen Zufall lachen die mittlerweile gut befreundeten Bewohner. "Jede schreibt sich anders, aber hier mit unseren Tischsets kann man uns auseinanderhalten." Sie lachen, posieren fürs Foto. „Wir sind eine Clique", sagt eine. Und man glaubt es sofort. Ein Herr ist zur Kurzzeitpflege da und ist überaus zufrieden für Rückzugsmöglichkeiten. "Ich bin nicht so der Typ, der die ganze Zeit redet, ich mag, dass ich mich zurückziehen kann, wenn ich will."
Wer für seine Angehörigen einen wunderbaren Ort sucht, an dem ein besonderer Lebensabschnitt noch richtig schön wird, sollte sich Vosshusen ansehen — Eine gute Gelegenheit bietet sich am Samstag, 11. Juli, wenn die Residenz zum öffentlichen Sommerfest lädt.
Was zeichnet die Seniorenresidenz Vosshusen in Neu Wulmstorf aus?
Die Seniorenresidenz Vosshusen in Neu Wulmstorf bietet bis zu 127 Menschen ab 60 Jahren ein Zuhause. Jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer in einem modernen Neubau. Gemeinschaftsangebote, Selbstbestimmung und die naturnahe Lage sorgen dafür, dass viele Besucher die Einrichtung eher mit einem Hotel als mit einer Pflegeeinrichtung vergleichen.
Warum entscheiden sich Senioren für einen Umzug in die Residenz Vosshusen?
Viele Bewohner ziehen nach gesundheitlichen Veränderungen oder zunehmender Einsamkeit ein. Einrichtungsleiterin Nadine Kantor berichtet, dass viele zuvor allein zu Hause waren. In der Residenz finden sie soziale Kontakte, gemeinsame Aktivitäten und gleichzeitig die Möglichkeit, sich jederzeit in ihr eigenes Zimmer zurückzuziehen.
Welche Freizeit- und Betreuungsangebote gibt es in der Seniorenresidenz Vosshusen?
Das Konzept umfasst täglich zwei Angebote wie Gymnastik, Gedächtnistraining, Singen, Handarbeit und begleitete Spaziergänge. Die Bewohner können aktiv mitentscheiden und ihren Alltag selbst gestalten. Ziel ist es, Körper und Geist dauerhaft in Bewegung zu halten.
Welche Erfahrungen machen Bewohner wie Marlies Lüders in Vosshusen?
Marlies Lüders zog nach einem Krankenhausaufenthalt in die Residenz und bereut diesen Schritt nach eigenen Angaben nicht. Besonders schätzt sie die Gemeinschaft unter den Bewohnern. Sie berichtet, dass man sich gegenseitig unterstützt und niemand lange allein bleibt.
Wie wichtig sind Gemeinschaft und soziale Kontakte in der Seniorenresidenz?
In Vosshusen entstehen neue Freundschaften und feste soziale Strukturen. Bewohner verbringen Zeit miteinander, essen gemeinsam und unterstützen sich im Alltag. Selbst Kurzzeitpflegegäste loben die Mischung aus Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten.
Wann können Besucher die Seniorenresidenz Vosshusen kennenlernen?
Eine Gelegenheit bietet das öffentliche Sommerfest der Seniorenresidenz Vosshusen am Samstag, 11. Juli. Besucher können die Einrichtung kennenlernen und sich einen Eindruck vom Leben in der Residenz verschaffen.
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
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