E-Autos künftig wohnortnah laden
Neue Ladesäulen für Neu Wulmstorf
Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Neu Wulmstorf soll deutlich ausgebaut werden. In den Wohngebieten sind zahlreiche neue öffentliche Ladesäulen geplant. Besonders profitieren davon Mieterinnen und Mieter, die keine Möglichkeit haben, ihr E-Auto an einer eigenen Wallbox zu laden. Für die Gemeinde hat das Vorhaben einen entscheidenden Vorteil: Der Ausbau soll den kommunalen Haushalt nicht belasten.
Qwello übernimmt Bau und Betrieb der Ladesäulen
Möglich wird das Projekt durch eine gemeinsame Ausschreibung von Gemeinden im Landkreis Harburg. Den Zuschlag für Neu Wulmstorf erhielt die Qwello Deutschland GmbH. Das Unternehmen soll die Ladesäulen auf eigenes wirtschaftliches Risiko errichten und betreiben.
Geplant sind wohnortnahe 11-kW-Ladesäulen. Anders als Schnellladesäulen entlang viel befahrener Straßen sollen sie vor allem das längere Laden ermöglichen – beispielsweise über Nacht in der Nähe der eigenen Wohnung.
„Unser Ziel war es, eine alltagstaugliche Ladeinfrastruktur zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Tobias Handke. Der Bedarf sei anhand des Fahrzeugbestands, der durchschnittlichen Fahrleistungen und des Stromverbrauchs der Fahrzeuge ermittelt worden.
Neue Ladepunkte auf gemeindeeigenen Flächen
Der Auswahl der Standorte gingen umfangreiche Prüfungen voraus. Berücksichtigt wurden ausschließlich gemeindeeigene Flächen, auf denen ein leistungsfähiger Stromanschluss mit vertretbarem Aufwand hergestellt werden kann. Daraus entstand eine Liste geeigneter Standorte in den Wohngebieten, die Teil der europaweiten Ausschreibung wurde.
SPD-Ratsherr Jürgen Waszkewitz begrüßt das Ergebnis: „Wir erhalten eine deutlich bessere Versorgung mit wohnortnahen Ladepunkten, ohne dass der Gemeindehaushalt belastet wird.“ Die gemeinsame Ausschreibung sei deshalb der richtige Weg gewesen.
Ausbau der Ladeinfrastruktur startet noch 2026
Die ersten neuen Ladesäulen in Neu Wulmstorf sollen noch in diesem Jahr entstehen. Vorgesehen sind insgesamt vier Ausbaustufen. Bereits in der ersten Stufe sollen rund 40 Prozent der geplanten Ladepunkte realisiert werden.
Das wirtschaftliche Risiko liegt beim Betreiber. Zeigt sich, dass einzelne Standorte dauerhaft nicht wirtschaftlich betrieben werden können, kann Qwello auf weitere Ausbaustufen verzichten. Für die Gemeinde entstehen dadurch keine entsprechenden wirtschaftlichen Risiken.
Bürgermeister Tobias Handke freut sich auf die neuen Lademöglichkeiten und bringt das Konzept mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Das ist Bürgernähe einmal ganz wörtlich genommen – Ladesäulen in der Nähe der Wohnungen unserer Bürgerinnen und Bürger.“
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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