"2020 war das problemreichste Jahr"
Salzhausens Gemeindebrandmeister Jörn Petersen zog Bilanz

Gemeindebrandmeister Jörn Petersen

ce. Salzhausen. "2020 war das wohl problemreichste Jahr für die Feuerwehren der Samtgemeinde Salzhausen seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Mit dieser Einschätzung eröffnete Gemeindebrandmeister Jörn Petersen jetzt seinen Rückblick auf das vergangene Jahr bei einer online abgehaltenen Kommandositzung.
Mit der Einstellung des kompletten Übungsdienstes wegen des ersten Corona-Lockdowns habe sich ab Mitte März bei den Wehren vieles geändert. Durch die große Bereitschaft, ihren Mitbürgern ehrenamtlich in Notlagen helfen zu wollen, sei die Einsatzbereitschaft der Brandschützer jedoch zu keiner Zeit gefährdet gewesen. "Es wurden Hygienekonzepte erarbeitet, Schutzausrüstungen beschafft und alternative Übungskonzepte erstellt. Über Videokonferenzen wurde in allen Wehren theoretische Ausbildung betrieben", so Jörn Petersen. Auch die vom Lockdown am härtesten betroffenen Kinder- und Jugendwehren hätten über Onlinemedien Kontakt gehalten.
Die Einsatzzahlen gingen dem Gemeindebrandmeister zufolge aufgrund der Pandemie gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Demnach waren in 2020 insgesamt 22 Brandeinsätze und 48 technische Hilfeleistungen zu bewältigen. Hinzu kamen 19 Fehlalarme, meist aufgrund von automatischen Brandmeldeanlagen. Die Feuerwehrleute der Samtgemeinde leisteten insgesamt 3.155 Einsatzstunden sowie gut 13.500 Dienststunden für Ausbildungs- und Arbeitsdienste.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 19 Personen aus Notlagen gerettet, während für eine Person leider jede Hilfe zu spät kam.
Trotz Pandemie-bedingter Einschränkungen stieg die Zahl der aktiven Mitglieder auf jetzt 526 an. Petersen zeigte sich sehr erfreut darüber, dass 27 Mädchen und Jungen aus den Jugendwehren in den Einsatzdienst übernommen wurden. Auch bei den Kinder- und Jugendwehren habe es einen Mitgliederzuwachs gegeben.
Mit der Indienststellung eines insbesondere für Einsätze auf der A7 ausgerüsteten Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs bei der Feuerwehr Garlstorf und der Verlegung des dort stationierten Katastrophenschutz-Fahrzeuges des Bundes nach Tangendorf wurde die Schlagkraft der Samtgemeindefeuerwehr weiter erhöht. In diesem Jahr stehen die Ersatzbeschaffung für den in Garstedt stationierten Einsatzleitwagen der Samtgemeindefeuerwehr sowie die Neubeschaffung eines Mannschaftstransportwagens für Wulfsen auf der Agenda. Darüber hinaus wird in Kürze die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses in Salzhausen erwartet.
Bereits angelaufen sind die Vorbereitungen für den Kreisfeuerwehrtag am 28. und 29. August, der von den Feuerwehren Garlstorf und Gödenstorf/Oelstorf ausgerichtet wird.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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