Samtgemeinde Salzhausen sucht vergeblich Fachkräfte
Wer rettet das Frühschwimmer-Angebot im Waldbad?

Alle Hände voll zu tun für das Waldbad-Team: Bei bis zu 2.000 Gästen am Tag sind Badaufsicht und Rettungsschwimmer stark gefordert    Foto: ce
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  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Salzhausen. Wenn in Kürze die neue Saison im Salzhäuser Waldbad beginnt, könnten die Freunde des Frühschwimmens womöglich "auf dem Trockenen sitzen": Mangels Rettungsschwimmern wird die Samtgemeinde Salzhausen das in den vergangenen Jahren jeweils von 6 bis 8 Uhr morgens stattgefundene Angebot diesmal nach derzeitigem Stand nicht anbieten können.
"Wir bräuchten neben dem bestehenden Personal mindestens zwei Rettungsschwimmer, auch um Schwimmunterricht anbieten zu können. Die entsprechenden Stellen haben wir jetzt schon sechsmal ausgeschrieben - davon dreimal allein in diesem Jahr - und keine einzige Bewerbung erhalten", erklärt Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause auf WOCHENBLATT-Anfrage. "Viele Retter wollen in den Sommermonaten lieber an der Nord- oder Ostsee arbeiten."
Zu Beginn der Saison 2018 standen neben dem Badleiter Peter Verdonck und seinem Mitarbeiter Matthias Rühmann ein weiterer Fachmitarbeiter aus Hanstedt zur Verfügung, da das Hanstedter Freibad saniert wurde. "Nur zu dritt war die gemeinsame Arbeit in Salzhausen bei bis zu 2.000 Badegästen pro Tag jedoch nicht zu schaffen, deshalb musste in den ersten Wochen der Montag ganztags geschlossen bleiben. Frühschwimmen und Schwimmunterricht wurden trotz enger Personaldecke weiter angeboten", blickt Wolfgang Krause zurück. Im Laufe der Saison gab es zusätzliche Unterstützung von sechs Rettungsschwimmern, sodass auch montags wieder geöffnet werden konnte.
Im Herbst 2018 resümierte der Betriebsausschuss der Wirtschaftsbetriebe zusammen mit der Verwaltung den Saisonablauf mit dem Ergebnis, dass trotz der zusätzlichen Unterstützungen das Fachpersonal viele Überstunden habe leisten müssen. "Auch wenn zwischenzeitlich eine dritte Fachkraft unbefristet eingestellt wurde, reicht die Personaldecke ohne zusätzliche Rettungsschwimmer nicht aus, um das bestehende Angebot aufrechtzuerhalten", bedauert der Verwaltungschef. Vor diesem Hintergrund habe der Betriebsausschuss allein aufgrund der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen beschlossen, das Frühschwimmen ab Beginn 2019 zunächst einmal nicht anzubieten. Wolfgang Krause: "Nur wenn Rettungsschwimmer im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen, kann die politische Beratung zur Frage des Frühschwimmens wieder aufgenommen werden. Frühschwimmen ohne Aufsicht ist rechtlich nicht mehr zu vertreten, und selbst unter Aufsicht von Rettungsschwimmern muss sich das Fachpersonal in Bereitschaft befinden."

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