25 Jahre Einheit: "Wir haben diesen historischen Tag selbst mitgestaltet"

Der Hollenstedter Spielmannszug vor dem Neptunbrunnen in Berlin (v. li.): Daniel Heins, Nico Jordan, Carsten Remien, Matthias Mahnken, Rainer Cassens, Ralf Pape, Thomas Bystry, Stefan Barfknecht, Jens Lefers, Peter Thiemann, Bernd Cohrs, Wilhelm Tödter, Karsten Lange, Hans Jürgen Cohrs, Lars Kröger, Gerd-Dieter Ritscher, Jürgen Pape, Frank Ottens, Wilhelm Cohrs, Claus-Wilhelm Ritscher, Hans-Otto Köstel und Michael Bürckholz
  • Der Hollenstedter Spielmannszug vor dem Neptunbrunnen in Berlin (v. li.): Daniel Heins, Nico Jordan, Carsten Remien, Matthias Mahnken, Rainer Cassens, Ralf Pape, Thomas Bystry, Stefan Barfknecht, Jens Lefers, Peter Thiemann, Bernd Cohrs, Wilhelm Tödter, Karsten Lange, Hans Jürgen Cohrs, Lars Kröger, Gerd-Dieter Ritscher, Jürgen Pape, Frank Ottens, Wilhelm Cohrs, Claus-Wilhelm Ritscher, Hans-Otto Köstel und Michael Bürckholz
  • Foto: Angela Bürckholz
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Hollenstedt. "Uns war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass wir einen historischen Tag selbst mitgestaltet hatten", sagt heute Hans Jürgen Cohrs aus Hollenstedt. Er war vor 25 Jahren Tambourmajor des Spielmannszugs Hollentedt. Dessen Mitglieder entschieden sich spontan zu einem Berlin-Gastspiel, als sie erfuhren, dass der 3. Oktober künftig als Nationalfeiertag begangen wird. Hans Jürgen Cohrs erinnert sich:
"Nachdem sich genügend Teilnehmer zur Reise gemeldet hatten, wurde ein Bus bei Firma Becker in Tostedt gemietet. Einen Busfahrer hatten wir selbst. Helmut Lege hatte einen Busführerschein und stellte sich als Fahrer zur Verfügung. Aufgrund der geringen Zeit haben wir uns schriftlich beim Bezirksamt in West-Berlin und beim Magistrat in Ost-Berlin angemeldet und mitgeteilt, dass der Spielmannszug Hollenstedt um 10 Uhr am Brandenburger Tor Richtung Alexanderplatz abmarschiert. Eine Antwort haben wir dann aufgrund des geringen Zeitabstandes nicht mehr erhalten. Aber das war uns dann auch egal.
Morgens um 4.30 Uhr starteten wir nach Berlin. Auf der 'Straße des 17. Juni' fuhren wir auf das Brandenburger Tor zu. Dann kam schon mal der Hinweis an unseren Fahrer, einen Parkplatz aufzusuchen. Doch er fuhr immer weiter. Und als wir dann durch das Brandenburger Tor fuhren, war das Erstaunen groß. Wir waren seit 1961 bestimmt der erste Spielmannszug, der dieses Tor durchfuhr.
Als damaliger Tambourmajor gab ich dann die Anweisung zur Aufstellung zwecks Abmarsch. Doch da wurden von den älteren Teilnehmern Bedenken geäußert, da in der unmittelbaren Umgebung des Pariser Platzes eine Vielzahl von Volkspolizisten standen und für Ordnung sorgten, soweit das überhaupt möglich war. Nach ein paar energischen Worten von mir ging es dennoch um Punkt 10 Uhr los. Mitten auf der Straße 'Unter den Linden' marschierten wir mit klingendem Spiel Richtung Osten. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Vorbei an mehreren Disk-Jockeys, die dann allerdings ihre Musik abbrachen, näherten wir uns dem Denkmal von 'Friedrich dem Großen'. Wir spielten gerade einen englischen Marsch, den ich sofort abriss und 'Preußens Gloria' ansagte. Damit ging's dann bis zum Lustgarten am Berliner Dom. Auf den Plätzen links (Lustgarten) und rechts (Schlossplatz, früher Marx-Engels-Platz) waren große Bühnen aufgebaut. Dort spielten bereits englische und französische Militärorchester. Es waren auch mehrere Getränkestände aufgebaut. Hier legten wir eine Pause ein. Es war inzwischen 10.30 Uhr. Unser Kassenwart Wilhelm Tödter bestellte die gewünschten Getränke. Doch der angesprochene Mitarbeiter am Getränkestand sagte uns, er dürfe erst um 11 Uhr verkaufen. Da hat unser Kassenwart ihm klargemacht, dass er nur Umsatz machen kann, wenn er jetzt tätig wird. Das war ein kleiner Hinweis auf unsere freie Marktwirtschaft. Es klappte dann auch, und wir erfreuten uns mit einem kühlen Getränk über die zünftige Musik in der Umgebung. Anschließend marschierten wir mit Musik weiter bis zum Neptunbrunnen vor dem 'Roten Rathaus'. Dort angekommen wurde ein Gruppenfoto gemacht.
Während des Marsches wurden wir insbesondere von Japanern fotografiert, sodass wir jetzt in ca. 1.000 japanischen Fotoalben zu sehen sind. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Westteil der Stadt haben wir uns noch auf dem Kurfürstendamm aufgehalten und sind am Abend wieder heimwärts gefahren."

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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