Im Schullandheim Estetal den Klassenfahrten auf der Spur

Die Schüler der Klasse 6k2 des Vincent-Lübeck-Gymnasiums aus Stade und Schüler der Produktionsschule Altona bei der Inbetriebnahme der neuen Bettenlandschaften im Frühjahr
2Bilder
  • Die Schüler der Klasse 6k2 des Vincent-Lübeck-Gymnasiums aus Stade und Schüler der Produktionsschule Altona bei der Inbetriebnahme der neuen Bettenlandschaften im Frühjahr
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Kakenstorf. Klassenfahrten gehören zweifelsfrei zu den schönsten Seiten von Schule. Am Beispiel des Schullandheims Estetal in Kakenstorf stellten Fünft- bis Achtklässler des Stader Vincent-Lübeck-Gymnasiums diese meist erlebnisreichen Tage im Wandel der Jahrzehnte gegenüber. Beim Erforschen der Geschichte der Schulfahrten stießen sie auf eine handfeste Überraschung: „Wir haben herausgefunden, dass das Schullandheim am 12. Juni 1926 eröffnet wurde. Das ist ein Jahr später als alle geglaubt haben. Selbst in der Kakenstorfer Ortschronik von 2005 steht das falsch“, so Projektteilnehmer Robert Geisler.
Er war mit seiner Klasse bei der Neueröffnung des Heims im Frühjahr einer der Gäste, als die neuen innovative Bettenlandschaften dort eingeweiht wurden (das WOCHENBLATT berichtete). Dass die Kinder auf diese Weise selbst Zeugen der Veränderungen im Schullandheim Estetal geworden waren, bildete den Anstoß der intensiveren Auseinandersetzung mit dem Heim und seiner Geschichte.
Alte Tagebücher und Stummfilmaufnahmen, Gespräche mit Großeltern und Texte aus der Anfangszeit der Schulheimbewegung verschafften den Kindern einen ersten Eindruck. „Manche Dinge haben sich gar nicht verändert, aber viele alte Spiele oder das Milchfrühstück kennen wir heute nicht mehr“, erklärt die zehnjährige Emma Völker. Erstaunt waren die heutigen Schüler auch über die frühere Dauer der Klassenfahrten, nämlich bis zu vier Wochen.
Die Ergebnisse ihrer Recherchen und regionalgeschichtlichen Untersuchungen vertieften die Schüler bei einem Besuch des niedersächsischen Landesarchivs in Stade und bei einer Exkursion nach Kakenstorf. Besonders spannend war dabei der Bericht einer Schulklasse, die 1926 zu den ersten Gästen des Heims gehört hatte. Bei Milchsuppe, Flussüberquerung und Lagerfeuer wurden viele Erlebnisse nachgestellt. Doch neben spielerischen Entdeckungen galt es auch, die zahllosen Geschichten des Schullandheims zu erforschen. Diese reichten von seinem Bau über die Zwangsversteigerung 1937 bis hin zu einem Kriminalfall um ein auf dem Tostedter Markt gestohlenes Lagerfahrrad und der 1955 wegen Kinderlähmung über das Schullandheim verhängten Quarantäne.
Letzte Eindrücke zu aktuellen Veränderungen sammelten die Kinder mithilfe von Video-Interviews mit Herbergsleitung Sabine Römer, die bereitwillig über die Neugestaltung des Schullandheims und ihre Aufgaben berichtete. Die abschließende Präsentation der Ergebnisse in einer Ausstellung weckte auch bei den Gästen Erinnerungen an die eigene Schulzeit. Schöne Belohnung: Gemeinsam mit ihren Lehrern Gabriele Bardelle und Nils-Christian Schwarz erhielten die Schüler eine Einladung zu einem großen Schullandheimkongress in Hamburg, um das Projekt vor Publikum erneut vorzustellen.

Die Schüler der Klasse 6k2 des Vincent-Lübeck-Gymnasiums aus Stade und Schüler der Produktionsschule Altona bei der Inbetriebnahme der neuen Bettenlandschaften im Frühjahr
Ein Bild von der Eröffnung des Schullandheims Estetal im Jahr 1926
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

Politik
Dr. Andreas Schäfer (li.) und Sönke Hartlef präsentierten die neue Marke der Hansestadt Stade

Modern und maritim
So sieht die neue Stadtmarke der Hansestadt Stade aus

jab. Stade. Es wird das neue Erkennungszeichen der Stadt Stade werden: Das neue, moderne und doch klassische Logo löst das alte Symbol nach 25 Jahren ab. Von Anker bis Schaukelpferd lässt die neue Marke viel Spielraum für Interpretation - und das ist sogar gewollt. Mit der neuen Stadtmarke soll eine bessere Innen- und Außendarstellung möglich werden. Bei der Suche nach einer geeigneten Marke wurde zunächst gesammelt, was Stade ausmacht, was das Merkmal, das Besondere an der Hansestadt ist....

Politik
Auf der bislang rein landwirtschaftlich genutzten Fläche soll jetzt Wohnraum entstehen Foto: google/msr

Rat der Gemeinde Jesteburg tagt am 7. Oktober
Die Ortsmitte Itzenbüttels steht auf der Agenda

as. Jesteburg. Über die Entwicklung Itzenbüttels berät der Gemeinderat Jesteburg am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Schützenhaus (Am Alten Moor 10) in Jesteburg. Konkret geht es um den Bebauungsplan (B-Plan) "Itzenbüttel-Ortsmitte". Landwirt Christoph Heitmann ("Zeckershoff") möchte auf seinem bislang ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Gelände Wohnhäuser realisieren. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit bis zu acht Wohneinheiten. Außerdem soll das Haupthaus abgerissen und durch...

Blaulicht
In der Staatsanwaltschaft Stade rücken kriminelle Clans jetzt verstärkt in den Fokus

Stade ist Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft
Null Toleranz bei Clankriminalität

tk. Stade. "Das Gefühl, dass es in Niedersachsen Kriminelle gibt, die bei rechtschaffenen Bürgern den Eindruck erwecken, dass sie tun und treiben könnten, was sie wollen, darf es nicht geben." Mit diesen Worten gab Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) den Startschuss für die vier neuen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften Clankriminalität. Eine davon ist in Stade angesiedelt.  Zwei Staatsanwälte werden sich in den jeweils vier Ermittlungseinheiten, neben Stade sind das...

Panorama
In seinem Stall: Landwirt Stefan Isermann aus Toppenstedt
3 Bilder

"Aufeinandertreffen mit Corona wäre Super-GAU"
Landwirte sind bedroht von Auswirkungen von Afrikanischer Schweinepest

ce. Toppenstedt. "Die Pest ist in hiesigen Regionen noch nicht angekommen. Ihre Auswirkungen könnten aber nicht nur für unseren Betrieb mittelfristig existenzbedrohend werden." Das sagt Stefan Isermann (41), der in dritter Generation in Toppenstedt (Landkreis Harburg) Landwirtschaft mit einigen tausend Schweinen betreibt, mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, hat bislang 35 dieser Vierbeiner in...

Politik
Rainer Schlichtmann hat sich 25 Jahre zum Wohle der Samtgemeinde Harsefeld eingesetzt
4 Bilder

Er übergibt ein gut bestelltes Haus
Nach 25 Jahren als Verwaltungschef in Harsefeld: Rainer Schlichtmann geht in den Ruhestand

jd. Harsefeld. Eine Ära geht heute zu Ende: Dieser Mittwoch ist der letzte Arbeitstag für Rainer Schlichtmann. Am Abend wird der Harsefelder Samtgemeinde-Bürgermeister bei einem Festakt in der Eissporthalle offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dass seine Amtszeit später einmal als "Ära Schlichtmann" bezeichnet wird, dürfte ziemlich sicher sein. Schließlich hat der 67-Jährige die Geschicke der Samtgemeinde und auch ihrer vier Mitgliedsgemeinden entscheidend geprägt - und das über einen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen