„Reitersperren“ behindern Kutscher / Bahnübergang ins Nirgendwo?

Für Frauen ist die sogenannte Reitersperre eine Herausforderung, zeigt Bürger- und Verkehrsvereinsvorsitzende Anne Schröder
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Seit der Ertüchtigung der Heidebahn fahren die Züge statt bisher 80 bis zu 120 Stundenkilometer schnell. Im Gespräch war 2010, alle drei Bahnübergänge Grünefeldt, Schaftrift und Timmerloher Weg auf Handeloher Gebiet zu schließen. Dagegen regte sich seitens der heimischen Kutscher, der sieben großen Pferdehöfe, der zahlreichen Reiter und der Forstwirte Protest. Eduard Laukotka sammelte binnen kürzester Zeit zudem rund 820 Unterschriften von Pferde-Touristen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Ergebnis: Der Bahnübergang am Timmerloher Weg wurde erhalten und gemäß den Anforderungen der Eisenbahnbetriebsordnung bis Ende vergangenen Jahres gesichert. Trotz mancher Kritik sei der Bahnübergang im Hinblick auf die Forstwirtschaft und auf den Tourismus sehr wichtig, betont Eduard Laukotka. Denn die Handeloher Kutscher beförderten dort regelmäßig Touristen zwischen dem Planetenlehrpfad und dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide.
Ein Ärgernis für die Kutscher in Handeloh sind aber Balken, sogenannte Reitersperren, die die ungehinderte Tour in die Lüneburger Heide erschweren. „Wenn man den Balken übersieht, kann das gefährlich werden“, sagt Kutscher Eduard Laukotka. Inzwischen wurden die Balken zwar mit Signalfarbe markiert. Sie jedes Mal beiseite zu heben, ist allerdings für die zumeist kleineren Kutschfahrerinnen eine echte Herausforderung. Eine solche „Reitersperre“ gibt es zum Beispiel in der Verlängerung des Bahnübergangs am Timmerloher Weg.

Für Frauen ist die sogenannte Reitersperre eine Herausforderung, zeigt Bürger- und Verkehrsvereinsvorsitzende Anne Schröder
Finden es richtig, dass der Bahnübergang erhalten und gesichert wurde (v. li.): Bürgermeister Heinrich Richter, Bürger- und Verkehrsvereinsvorsitzende Anne Schröder und Kutscher Eduard Laukotka
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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