Rettung für niedliche Rehkitze

Janine Böhnke mit einem geretteten Rehkitz
  • Janine Böhnke mit einem geretteten Rehkitz
  • Foto: Hegering Tostedt
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Die Mahd von Grünland hat begonnen oder steht kurz bevor. Der Termin fällt in die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Um ihre Jungen vor Fressfeinden zu schützen, legen die Ricken ihre Kitze häufig in hohes Gras. Doch genau das kann den Rehkitzen zum Verhängnis werden, wenn der Trecker mit dem Mähwerk anrollt. "Die kleinen Kitze rollen sich ganz klein ein und bleiben liegen und verstecken sich, wenn Gefahr droht", erläutert Janine Böhnke, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit beim Hegering Tostedt. Sie hat im vergangenen Jahr eine Initiative zur Rehkitzrettung ins Leben gerufen. Mit tatkräftiger Hilfe vieler Freiwilliger, die die Felder vor der Mahd abgelaufen sind, konnten viele Kitze in Sicherheit gebracht werden. "Dieses Jahr brauchen wir wieder viele Freiwillige aus Tostedt, Hollenstedt und direkter Umgebung, die uns helfen, die Felder abzulaufen. Nicht so mobile Personen können vielleicht auch für Verpflegung sorgen oder andere Koordinationsarbeit übernehmen", so Janine Böhnke.
Vor allem aber sei die Mithilfe der Landwirte gefragt: "Sie müssen uns - wenn es irgendwie möglich ist - am Tag vor der Mahd Bescheid sagen, damit wir ihnen helfen können, den für sie geltenden Tierschutzanforderungen gerecht zu werden", so Janine Böhnke. Denn Landwirte seien gesetzlich dazu verpflichtet, Tierschutzmaßnahmen durchzuführen. Gemäß Tierschutzgesetz macht sich derjenige strafbar, der ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet. "Es wurden in anderen Gebieten schon Landwirte verklagt und mussten hohe Geldstrafen zahlen, weil sie nachweislich keine eigenen Schutzmaßnahmen ergriffen haben und deshalb viele Rehkitze verstümmelt oder getötet wurden", erläutert Janine Böhnke.
• Interessierte Freiwillige und Landwirte melden sich bitte bei Janine Böhnke unter Tel. 0176 - 28 61 56 48. Auf der Seite www.facebook.com/rehkitzsuche können aktuelle Geschehnisse verfolgt werden.
• Für die Saison 2020 plant Janine Böhnke, eine Drohne mit Wärmebildkamera für die Wildtiersuche anzuschaffen. Wer hierfür etwas spenden möchte, kann sich ebenfalls gerne bei ihr melden.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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