Tostedt
Stolpersteinrundgang als Projekt für Vielfalt und Erinnerung
- Die Schüler putzten und polierten die Stolpersteine
- Foto: Schule am Düvelhöpen
- hochgeladen von Bianca Marquardt
Im Rahmen eines mehrtägigen Projekts hat sich der fünfte Jahrgang der Schule am Düvelshöpen in Tostedt intensiv mit den Themen Vielfalt und Toleranz beschäftigt. Angeleitet und betreut wurde das Projekt von der Schulsozialarbeit durch den Sozialpädagogen Jörn Hannemann. Die Schülerinnen und Schüler haben sich dabei mit der Frage auseinandergesetzt, warum Vielfalt ein wichtiger Bestandteil einer demokratischen und offenen Gesellschaft ist. Darüber hinaus lernten die Schülerinnen und Schüler, was passieren kann, wenn Vielfalt auf Intoleranz und Ausgrenzung trifft.
Veranschaulicht wurde das durch einen Blick auf die deutsche Vergangenheit und einen Rundgang zu den Stolpersteinen in der Samtgemeinde Tostedt. Die seit 2021 verlegten Stolpersteine in Tostedt, Heidenau und Otter erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, die wegen ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung oder politischen Haltung verfolgt wurden. Begleitet wurde der Rundgang von Adolf Staack. Als Teil der Arbeitsgruppe, die das Projekt gemeinsam mit der Töster Bürgerstiftung und der Gemeinde verwirklicht hat, erzählte er von den einzelnen Schicksalen hinter den Stolpersteinen.
Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schülerr, wer die Menschen hinter den kleinen goldenen Gedenktafeln im Pflaster waren - Männer, Frauen und Kinder, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und oftmals ermordet wurden. Die dafür bestraft wurden, weil sie nicht dem Bild der Nationalsozialisten entsprachen. Die Mädchen und Jungen waren sichtlich bewegt von den Lebensgeschichten und Schicksalen, die sie hörten.
Bei dem Rundgang ging es auch darum, Respekt zu zeigen. Dafür haben die Schülerinnen und Schüler die Stolpersteine geputzt und poliert.
Das Projekt machte deutlich, dass Toleranz und Respekt in einer vielfältigen Gesellschaft keine Selbstverständlichkeiten sind. Vielmehr sind es Werte, die von Klein auf gelebt und verteidigt werden müssen. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte hilft dabei, die Gegenwart und Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten. Der Stolperstein-Rundgang wurde so zu einem eindrucksvollen Abschluss einer spannenden und lehrreichen Projektwoche zum Thema Vielfalt.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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