Tostedter Unfall-Kreuzung: Ampel-Erneuerung verzögert sich

Die gefährliche Kreuzung B75/Bahnhofstraße (L141) 
in Höhe des Einkaufscenters Bade
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    in Höhe des Einkaufscenters Bade
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bim. Tostedt. Der größte Unfallschwerpunkt in der Samtgemeinde Tostedt - die Kreuzung B75/Bahnhofstraße (L141) in Höhe des Einkaufscenters Bade - sollte eigentlich nach ohnehin drei Jahren der Verzögerung in der zweiten März-Hälfte durch den Bau einer neuen Ampel-Anlage entschärft werden, hatte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, angekündigt. Doch passiert ist bislang nichts. "Wir hatten Probleme wegen der vorhandenen Kabel, die wir nicht im Sichtfeld hatten, und dass eine Fachfirma für die Pfahlgründung nötig ist", sagt Wolfgang Bunten von der Straßenbaubehörde auf WOCHENBLATT-Anfrage.
Erst bei den Schachtungen zur Lokalisierung von Leitungen habe sich herausgestellt, dass ein neues Fundament mit einer bestimmten Statik erforderlich sei, um die neuen Peitschenmasten der Ampel mit einem dann verlängerten Arm zu tragen, womit eine Fachfirma beauftragt werden müsse. Außerdem müsse nach möglichen Kampfmitteln gegraben werden. "Ich rechne damit, dass die Arbeiten Anfang Juli so weit sind, dass die provisorische Ampel läuft", so Bunten. Im zweiten Schritt sollen dann die neuen Masten - voraussichtlich 2019 - gesetzt werden.
An der Kreuzung hat es allein zwischen 2015 und 2017 24 Mal gekracht, einmal wurde ein Fußgänger angefahren und schwer verletzt, bei weiteren fünf Unfällen wurden sechs Personen leicht verletzt.
Das wohl größte Problem an der Kreuzung: Linksabbieger, die aus Richtung Kakenstorf kommen und von der B75 in die Bahnhofstraße (L141) abbiegen, müssen einerseits auf den Gegenverkehr achten, aber auch auf die Fußgänger und Radfahrer, die gleichzeitig Grün haben und die Kreuzung passieren. Immer wieder kommt es dabei zu kritischen Situationen.
Mit der neuen LED-Ampel werden die Linksabbieger von der B75 in die Bahnhofstraße dann eine eigene Grünphase bekommen.
Das Ampel-Provisorium soll also rechtzeitig vor Beginn der Fahrbahnerneuerung der B75 laufen. Wie berichtet, will die Straßenbaubehörde von Juli bis Oktober die Fahrbahn zwischen der Ortsdurchfahrt Tostedt und dem Knotenpunkt B3 und B75 (Trelder Berg) sanieren. Die Baustelle beginnt im Bereich des Ortsausgangs Tostedt auf Höhe der Ortstafel und endet vor dem Kreuzungsbereich Trelder Berg und beinhaltet die Erneuerung der Fahrbahn sowie des Radweges entlang der B75.
Während der Bauarbeiten werden die Fahrbahn und die Radwege auf der B75 voll gesperrt, da eine halbseitige Bauweise aufgrund der zu geringen Fahrbahnbreite laut Straßenbaubehörde nicht realisiert werden kann.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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