Tostedts Freibadförderverein wird aufgelöst

Die Mitglieder des Freibadfördervereins nach der Auflösungsversammlung im Rathaus-Sitzungsraum
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bim. Tostedt. Der Verein „Rettet das Freibad Tostedt“ ist Geschichte. Mit 30 zu neun Stimmen beschloss jetzt die außerordentliche Mitgliederversammlung, den Verein aufzulösen. Der Vorstand mit Vorsitzender Jasmin Kramer, ihrer Stellvertreterin Jennifer Felkner, Kassenwartin Monique Kage und dem technischen Leiter Danny Artelt hatte seinen Rückzug bereits vor drei Monaten angekündigt.
Seit bekannt wurde, dass sie den Verein lieber auflösen statt ihn unter anderem Namen und mit neuem Vorstand weitergeführt wissen wollen, waren 76 der 261 Mitglieder aus dem Verein ausgetreten. „Wir sind stolz auf das Erreichte“, so Jasmin Kramer. Denn das Freibad sei mit der bevorstehenden Sanierung gerettet.
Damit sich der Vorstand auf seine Berichte konzentrieren konnte und um die Wortbeiträge zu moderieren, wurde Jan Hinnerk Zirkel zum Versammlungsleiter gewählt. Die Protokollführung übernahm Jürgen Salewsky.
Jennifer Felkner berichtete von den letzten Aktionen des Vereins, wie dem Glühweinstand auf dem Christkindlmarkt, Infoständen beim Lauf-Event „Härsteste Sau von Heidenau“ und dem Maibaumaufstellen in Todtglüsingen sowie vom erfolgreichen Springberry-Festival im Mai. Letzteres sorgte dann nochmal für Zündstoff, weil sich der scheidende Vorstand durch eine Wortäußerung eines Außenstehenden bezüglich der Abrechnung diskreditiert fühlte. „Das brennt mir auf der Seele“, so Jennifer Felkner, „jedes Mitglied konnte jederzeit Einsicht in die Unterlagen nehmen.“ Beim Springberry-Festival standen demnach den Ausgaben von 13.784 Euro Einnahmen von 15.339 Euro gegenüber.
Nach dem Vortrag stellte Jasmin Kramer fest: „Wir sind quit. Wir haben eine ordnungsgemäße Buchhaltung, damit niemand sagen kann, es wurde gemauschelt.“
Wie von einem Vereinsmitglied beantragt und mehrheitlich befürwortet, fanden die Abstimmungen geheim statt, so auch die Entlastung des Vorstandes, die nach den Berichten einstimmig ausfiel, und auch die über die Auflösung des Vereins.
Jürgen Salewsky verwies noch einmal darauf, dass er das Vereinsziel, die Rettung des Freibades, noch nicht als erreicht ansieht, sondern erst, wenn der Badebetrieb mit dem sanierten Bad langfristig gesichert ist. Dem stimmte Kassenprüfer Ernst Riebandt zu und appellierte: „Retten wir den Förderverein zur Rettung des Freibades Tostedt.“ Aber es nützte nichts.
Zum Abschied gab es dann für die „Freibad-Retter“ noch Geschenke: die Schlüsselanhänger und Einkaufschips, die der Verein beim ersten Sommerfest 2014 zugunsten des Freibades verkauft hatte.

Spenden fürs Springberry-Festival

Für das Springberry-Festival, das maßgeblich von Jasmin Kramer und Jennifer Felkner vom Freibadförderverein sowie von Klaas Dittmer (Druckstudio), Ingo Gottschalk (Ingenieurbüro) und Jens Kröger (Music Event) organisiert wurde, haben auch folgende Unternehmen und Einzelpersonen gespendet:
Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung: 2.000 Euro
Gasthof Wiechern: 1.300 Euro
Cocktails & Co., Frank Delventhal: 1.000 Euro
Music Artist Service, Thomas Götze: 1.000 Euro
Sparkasse Harburg-Buxtehude: 500 Euro
Rewe-Markt Marcos Schiersch: 421 Euro
Moorweghof: 400 Euro
Koch Immobilien: 300 Euro
Juwelier Kröger: 250 Euro
Getränke Kleinert: Sachspende in Höhe von 150 Euro
Rita Putensen: 150 Euro
Musikschule Tostedt: 150 Euro
Intensiv-Fahrschule: 150 Euro
Vita-Consulting: 100 Euro.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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