Zeugen gesucht für fiese Tat in Handeloh
Wer hat die Kois getötet?

Monika Brökelmann mit ihren letzten beiden Kois,
die am Mittwoch noch lebten
  • Monika Brökelmann mit ihren letzten beiden Kois,
    die am Mittwoch noch lebten
  • Foto: bim
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Handeloh. "Blondi" grundelt fast nur noch am Boden, sein Kumpel "Kichibeni" schwimmt lustlos im Teich herum, beide wollen nicht recht fressen - so stellte sich die Situation noch am Mittwoch dar. Die Kois mussten Samstagnacht miterleben, wie ihre Artgenossen "Amadeus", "Hänschen", "Saskia", "Sonaki" und "Struwel" aus ihrem Teich in Handeloh gefischt wurden und spürten sicherlich deren Todesangst. Seither sind die Karpfen völlig verstört, berichtete ihre traurige Halterin Monika Brökelmann. Sie war sicher, dass die Kois - der größte misst 85 Zentimeter - nicht gestohlen und lebendig abtransportiert, sondern vermutlich getötet wurden. Am Donnerstag dann die grausige Gewissheit: Auch "Kichibeni" ist verschwunden, und "Blondi" hat ein großes Loch im Körper, "wie von dem Zinken einer Hacke", erklärte sie fassungslos.
Monika Brökelmann macht sich große Vorwürfe. "Wir waren Samstag nach einer langen Fahrt aus dem Urlaub gekommen und haben sehr tief geschlafen", berichtet sie von der besagten Nacht vom 10. auf den 11. August. Sie habe zwar nachts noch gehört, wie eine Autotür zugeschlagen wurde, das Geräusch aber einem Nachbarn zugeordnet und sei wieder eingeschlafen.
Als sie am Sonntagnachmittag bemerkte, dass fünf ihrer sieben geliebten Kois fehlen, habe sie drei Stunden lang geweint. "Die Tiere halte ich seit 20 Jahren. Sie sind immer gesund und munter im Teich herum geschwommen und waren meine große Freude", erzählt Monika Brökelmann. Viele Stunden verbrachte sie bei ihren Lieblingen am Wasser, kannte ihre Eigenarten und ihr Aussehen bis hin zu den Barteln. "Ich liebe diese Viecher, ich würde jeden einzelnen sofort wiedererkennen", sagte sie.
Den Angriff eines Fischotters oder Reihers schließt sie aus. Sie und ihr Mann hätten die ganze Wiese abgesucht und nicht eine Schuppe gefunden. Ein weiteres Indiz sei, dass eine schwere Buddah-Figur, die ihren Platz am Teich hat, am Sonntag im Wasser gelegen habe. Die Handeloherin ist tief erschüttert über das Leid, das ihre Kois wahrscheinlich ertragen mussten.
Sie ist sicher, dass ihr Grundstück zuvor ausspioniert wurde: Das Haus liegt am Ende des schmalen Weges "Im Gehege Nord", der Teich hinter dem Haus in Richtung Wald. Dass Mittwochnacht auch noch ihre letzten beiden Kois attackiert wurden, lässt Monika Brökelmann verzweifeln.
• Wer Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Gehege Nord in Handeloh in den Nächten vom 10. auf den 11. August oder/und den 14. auf den 15. August geben kann, meldet sich bei der Polizei unter Tel. 04182-28000.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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