Schulsporthallenbau in Handeloh
CDU sieht weiter nur die Samtgemeinde in der Pflicht

Der Ersatz-Neubau für die in die Jahre gekommene Handeloher Schulsporthalle bleibt weiter ein Streitthema
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bim. Handeloh. Die finanzielle Beteiligung der Gemeinde Handeloh am Bau einer neuen Schulsporthalle steht im Mittelpunkt einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung am Montag, 19. August, um 19.30 Uhr im Hotel Fuchs. Die Beteiligung hat der Samtgemeinderat zur Auflage für den Bau einer Halle, die über die rein sportlichen Anforderungen für Grundschüler hinausgeht, gemacht. Hintergrund: Vor der nächsten Samtgemeindeausschuss-Sitzung am 22. August solle eine eindeutige Stellungnahme der Gemeinde Handeloh zum Neubau der Sporthalle herbei geführt werden. Wie berichtet, sieht die Samtgemeinde-Verwaltung eine Sporthallengröße von 250 Quadratmetern für schulische Zwecke als ausreichend an. Nach Sichtung der Samtgemeinde-Protokolle zu den Sporthallen-Bauvorhaben in Heidenau und Wistedt im Jahr 2006 sieht die Handeloher CDU jedoch die Samtgemeinde als Schulträger in der Pflicht, eine Einfeldhalle (405 Quadratmeter) für rund 2,7 Millionen Euro alleine zu finanzieren.
Dass eine neue Halle als Ersatz für die mit 179 Quadratmetern zu kleine Halle von 1959 her muss, darüber sind sich alle Handeloher Ratsmitglieder einig. Der Gemeinderat hatte im Juni beschlossen, den Bau einer wettkampfgerechten Einfeldsporthalle zu befürworten. Denn die Halle in Handeloh wird auch von Gruppen des TV Welle genutzt. An dieser Kostendifferenz solle sich aber die Gemeinde beteiligen, so die Forderung der Samtgemeindepolitik.
Bereits in der jüngsten Samtgemeinderatssitzung in Tostedt schien der Neubau einer Schulsporthalle in Handeloh zu kippen, nachdem die Orts-CDU - unterstützt von Grünen und FDP - in einem Antrag eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Handeloh abgelehnt hatte. Nach einer Sitzungsunterbrechung wurde letztlich mit der Stimme des Handeloher CDU-Ratsherrn Andreas Dyck der einhellige Beschluss gefasst, den Hallenneubau samt Räumen für eine Nachmittagsbetreuung voranzutreiben unter der Voraussetzung, dass sich die Gemeinde Handeloh finanziell beteiligt. Die Höhe der Beteiligung sollte mit Hinblick auf die Gleichbehandlung mit anderen Kommunen ermittelt werden.
Samtgemeinderat Stefan Walnsch hatte daraufhin Kostenvergleiche zu anderen Schulstandorten genannt: An den im Frühjahr 2010 eingeweihten Zweifeldhallen in Wistedt und Heidenau zu je 2,2 Millionen Euro beteiligte sich die Gemeinde Heidenau mit 600.000 Euro und übernahm die Erschließung, Wistedt übernahm einen Anteil von 750.000 Euro. Inklusive Grundstück und Infrastruktur hatte Heidenau letztlich 1,2 Millionen Euro, Wistedt inklusive Grundstück 1,1 Millionen Euro investiert (das WOCHENBLATT berichtete). Zu den Kosten der Einfeldhalle in Otter aus dem Jahr 1991 in Höhe von 819.000 Euro steuerte die Gemeinde 288.000 Euro bei.
Doch die CDU sieht sich nach Sitzung der Protokollen aus 2006 in ihrer Auffassung bestätigt, eine Kostenbeteiligung der Gemeinde Handeloh abzulehnen. In den Protokollen heiße es, dass "die Sicherung des Sportunterrichts entsprechend dem Raumprogramm der aktuellen Schulbauhandreichungen" berücksichtigt werden solle. "Da diese Handreichungen, auf die man sich 2006 bezog, bereits 2002 außer Kraft getreten und seither nicht verändert worden sind, hat sich bei den Beurteilungsgrundlagen inhaltlich bis heute mithin nichts geändert. Somit ist bei der von der Samtgemeinde im Juni 2019 beschlossenen Gleichbehandlung für die Sicherung des schulischen Sportunterrichts unverändert auch für Handeloh eine Einfeldhalle vorzusehen, deren Kostenträger wegen der rein schulischen Ausrichtung damit in vollem Umfang die Samtgemeinde ist", so CDU-Ratsfrau Iris Gronert.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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