Kreisverkehr für Heidenau

Heidenaus Bürgermeister Reinhard Riepshoff mit dem Plan des geplanten Kreisverkehrs, dessen Mitelpunkt gestaltet werden soll
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bim. Heidenau. Heidenau bekommt einen Kreisverkehr. Damit wird das neue Wohngebiet an der K15 zwischen dem Autohaus Lohmann und dem Friedhof erschlossen. Gleichzeitig soll damit der in den Ort fahrende Verkehr abgebremst werden. Vereinzelt wird dort sogar mit 100 km/h gerast. Die Kreisel-Baumaßnahme startet Anfang März. Dafür müssen auch drei Bäume gefällt werden, informiert Bürgermeister Reinhard Riepshoff.
"Es stellte sich die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, zumindest die Bäume auf der Ackerseite zu verpflanzen", sagt Riepshoff. Diese Möglichkeit sei noch nicht abschließend geprüft - und auch teuer. Laut einem Gutachten einer anderen Stadt müsse mit 7.000 Euro pro Baum gerechnet werden. Auf der Seite des Baugebietes würden Versorgungsleitungen an oder unter den Bäumen verlaufen, dort werde wohl kein Versetzen möglich sein.
Der Kreisverkehr wird ca. 560.000 Euro kosten, sagt Riepshoff, und wird damit um 210.000 Euro teurer als nach ersten Schätzungen angenommen. "Das hängt mit den sehr hohen Entsorgungskosten des alten Asphalts zusammen und mit der allgemeinen Baukostensteigerung", erläutert der Bürgermeister. Der Investor werde von den Kosten 90.000 Euro übernehmen. Allerdings müsse die Gemeinde an den Kreis auch einen Ablösebetrag für den Straßenabschnitt zahlen, dessen Höhe noch nicht feststehe. "Wir bauen den Kreisverkehr und übergeben ihn dann dem Kreis", so Riepshoff.
In der Mitte soll der Kreisverkehr mit einem Durchmesser von insgesamt 45 Metern mit einer 1,50 Meter hohen Aufschüttung versehen werden, damit Verkehrsteilnehmer nicht einfach drüber hinwegbrettern. "Diese Fläche möchten wir gestalten. Dazu nehmen wir gerne Vorschläge aus der Bevölkerung entgegen. Nur der 'Heidenauer Riese' kann dort nicht hin", sagt Riepshoff zu dem riesigen Findling. Der 51 Tonnen schwere und ca. 1,7 Milliarden alte Schweden war 2011/12 beim Pipelinebau gefunden worden und ziert die Ortsmitte. Denkbar wären aber zum Beispiel Anlehnungen an das Heidenauer Wappen mit den Heidschnucken und den sich begrüßenden Händen.
Der Bau des Kreisverkehrs soll Ende Juni abgeschlossen sein. Während der Bauarbeiten werde der Verkehr einseitig per Ampelschaltung an der Baustelle vorbeigeführt. Zu einem späteren Zeitpunkt, falls auch eine Bebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite gewollt ist, könne der Kreisverkehr ebenfalls für den Bereich als Erschließung dienen.
Das neue Baugebiet, dessen Bebauungsplanname noch "Gußkamp" lautete, heißt jetzt übrigens "Kreuzloh" nach der gleichnamigen Straße in dem Gebiet.
• Wer Ideen für die Gestaltung des Mittelpunktes des Kreisverkehrs hat, sendet diese per E-Mail an: riepshoff@gmx.eu.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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