(bim). Wie von Geisterhand geht eine Lampe an, die Heizung wird warm, ohne dass jemand am Thermostat gedreht hat. Mit den "smart living"-Paketen des Energiedienstleisters EWE werden Dinge des täglichen Lebens mit dem Internet vernetzt. Die Haustechnik wird per Smartphone oder Tablet intelligent gesteuert. Das hilft beim Energiesparen, verbessert den Lebenskomfort und stärkt das Sicherheitsgefühl. Wie das funktioniert, führten Produktmanager Arne Sextro und Michael Klüser, Leiter der Geschäftsregion Bremervörde/Seevetal, dem WOCHENBLATT vor.
Was man braucht, ist eine zentrale Schaltstation (4,95 Euro im Monat), über die per App auf Smartphone und Tablet alle Geräte gesteuert werden. Die Pakete heißen "einfach & sicher", hell & schnell" sowie "warm & spar". Sie können komplett (für je 189 für EWE-Kunden, 239 Euro für Nicht-Kunden) oder deren Komponenten wie Fenster- und Türkontakte, Bewegungsmelder oder Funkschalter einzeln (zwischen 50 und 70 Euro) hinzu gekauft werden.
"Man kann selbst festlegen, was alles automatisch passieren soll, wenn man heimkommt oder wenn man unterwegs ist", so Arne Sextro. Beleuchtung, Heizkörper und technische Geräte können miteinander vernetzt und programmiert werden. So kann man regeln, dass die Heizung zu bestimmten Zeiten anspringt und auch die Temperatur wählen, Lichter entsprechend aufleuchten lassen, oder dass die Heizung automatisch ausschaltet, sobald gelüftet wird. Programmiert werden kann u.a. auch die umgehende Ausleuchtung eines Fluchtweges, wenn der Brandmelder auslöst.
Die Geräte geben auch Signale aufs Smartphone oder Tablet. So kann z.B. der Funkschalter mit verschiedenen Funktionen belegt werden, damit Eltern eine Nachricht aufs Smartphone bekommen, sobald das Kind daheim ist und den Schalter betätigt. Oder man erhält eine Nachricht, wenn eine gewünschte oder erwartete Aktivität in einem bestimmten Zeitraum ausbleibt. Das lässt Rückschlüsse zu, ob bei den Lieben daheim alles in Ordnung ist.
Für viele Menschen von zunehmender Bedeutung ist das Thema Sicherheit. So kann der Fensterkontakt so eingestellt werden, dass er eine Nachricht sendet, wenn er ausgelöst wird. Der Bewegungsmelder ist mit einer Kamera koppelbar, die Fotos gleich in die Cloud speichert, sodass die Bilder gesichert sind.
"Man kann beliebige, individuelle Szenarien anlegen und neue Geräte einfach per Schritt-für-Schritt-Anleitung installieren", so Arne Sextro. Bei den Smart-Home-Produkten sei EWE nicht herstellergebunden und nutze das jeweils beste Produkt am Markt, erläutert Michael Klüser. Und die Produktpalette werde ständig weiterentwickelt. So soll es demnächst Außenkameras, Wassermelder und Sirenen geben.
• Weitere Infos unter www.ewe.de/smart-living.
• Einen Informationsvortrag über "smart living" hält Ann-Kathrin Weinert am 9. Februar ab 19 Uhr im Tostedter EWE-Kundencenter. Eine Anmeldung ist online möglich unter www.ewe.de/veranstaltungen oder telefonisch unter 04182-2952140.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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