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Neue Leitung für die Grundschule Tostedt: Soziales Lernen im Fokus

Gudrun Brinkmann (li.) und Heike Brockmann haben bereits in Hollenstedt gut zusammen gearbeitet Foto: bim
bim. Tostedt. So etwas hat Seltenheitswert: Weil die Lehrerinnen Gudrun Brinkmann (47) und Heike Brockmann (48) bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet haben, fragte die Landesschulbehörde die beiden, ob sie die Grundschule Tostedt künftig als Team gemeinsam leiten wollen. Das dynamische Duo sagte zu, konnten die beiden sich doch bislang schon stets aufeinander verlassen: Gudrun Brinkmann ist nun Schulleiterin und hat damit die pensionierte Susanne Gras abgelöst, Heike Brockmann hat als Konrektorin die Aufgaben von Anja Reitzel übernommen.
Gudrun Brinkmann war zuvor eineinhalb Jahre Schulleiterin in Elstorf und davor 14 Jahre lang stellvertretende Schulleiterin sowie ein halbes Jahr lang kommissarische Schulleitung an der Hollenstedter Glockenbergschule. Von dort kennen sich die beiden Frauen, sie haben in Hollenstedt zehn Jahre lang gemeinsam gearbeitet, Heike Brockmann engagierte sich dort auch jahrelang im Schulvorstand. Im Sommer 2016 trennten sich ihre Wege zunächst. Heike Brockmann wechselte als Konrektorin an die Grundschule Todtglüsingen.
Gudrun Brinkmann und Heike Brockmann sowie ihre 25 Kolleginnen sind nun zuständig für insgesamt 375 Kinder an den beiden Tostedter Grundschul-Standorten Poststraße und Dieckhofstraße.
Ihre Arbeit als Schulleitung aufgenommen haben die beiden bereits im Februar. "Wir haben in diesem Halbjahr zunächst geschaut, was ist gut, wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? Außerdem haben wir eine neue Homepage erarbeitet", erläutert Gudrun Brinkmann. "Unser großes Ziel ist eine Schule, in der ein gutes soziales Klima herrscht und guter Unterricht geboten wird." Das wollen natürlich alle Lehrkräfte, die mit Herzblut ihren Beruf ausüben. Gudrun Brinkmann und Heike Brockmann haben sich darauf mit entsprechenden Fortbildungen vorbereitet. "Dabei ging es u.a. darum, wie wir mit Unterrichtsstörungen umgehen. Wir haben einen Klassenrat eingeführt, der einmal in der Woche tagt und in dem Schüler ansprechen können, wo es Probleme gibt. Das ist ein Beitrag zu Demokratie und Partizipation", erläutert Gudrun Brinkmann." Die Klassensprecher treffen sich zudem einmal im Monat mit Schulsozialarbeiter Jannik Golombek. Außerdem sollen die Lehrkräfte durch Anerkennung ihrer Arbeit gestärkt werden. "Dazu gehören die gegenseitige Wertschätzung gegenüber Lehrern, Eltern und Kindern, Loyalität und Verlässlichkeit", so Gudrun Brinkmann. Kein einfacher Job, sind doch die Anforderungen an Lehrkräfte in den vergangenen Jahren gewachsen. Schule sei eben bunt - mit Kindern mit Migrationshintergrund oder Inklusionsbedarf und Schülern, die langsamer lernen.
Ihre Leit-Ideen fußen auf §2 des niedersächsischen Schulgesetzes, in dem es u.a. sinngemäß darum geht, dass Schule den Schülern Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln soll, um deren Persönlichkeit weiter zu entwickeln und zu stärken, damit sie zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft beitragen. Auch sollen bei den Schülern nicht deren Schwächen, sondern ihre Potentiale im Vordergrund stehen.
Nun gehe es darum, das Konzept mit Leben zu füllen. "Wir haben für unsere Arbeit bereits positive Rückmeldungen bekommen. Es macht einfach Spaß, in Schule etwas zu bewegen", sagt Heike Brockmann.