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Herztod nach öffentlicher Verunglimpfung

Mit diesem Plakat wurde der Mann (†) verunglimpft (Foto: archiv)
os. Buchholz. Der Mann, der von Unbekannten in Buchholz mit Plakaten als vermeintlicher Kinderschänder verunglimpft wurde (das WOCHENBLATT berichtete), ist tot. Der 34-Jährige habe während eines Urlaubes in Serbien einen Herzanfall erlitten, erklärten Familienmitglieder gegenüber dem WOCHENBLATT. Ihr Bruder sei bereits beerdigt worden, berichtete die Schwester. Der Mann hinterlässt seine Frau und zwei Söhne.
Derweil hat die Polizei noch keine Hinweise, wer der Urheber der Plakate ist. "Wir haben überhaupt keine Anhaltspunkte, dass es tatsächlich zu der Tat gekommen ist, wie sie beschrieben wurde", erklärt Polizeisprecher Jan Krüger.
Wie berichtet, hatte ein Unbekannter vor drei Wochen an mehreren Stellen in Buchholz Plakate angebracht, auf denen er oder sie den Mann des sexuellen Übergriffs auf seine zwölfjährige Tochter bezichtigte. Angegeben war der vollständige Name des Mannes, sein Alter und seine Adresse.
"Wir haben keine Antwort darauf, wer so krank ist und so viel Hass auf unseren Bruder hatte", sagt die Schwester. Die Familie rätselt, ob der Streit ihres Bruders mit einem Mann um eine Verkehrsangelegenheit zu der Tat beigetragen haben kann. "Wir leben in Angst", sagt die Schwester. Dazu trägt bei, dass der Laptop der Familie mit vielen persönlichen Fotos gestohlen wurde. Ob dieser Raub mit der Plakat-Aktion in direktem Zusammenhang steht, ist noch unklar.
• Wer Hinweise auf den Urheber der Plakate geben kann, meldet sich bei der Polizei unter Tel. 04181-2850.