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Umweltschutz mit Bambusbecher

Petra (re.) und Johanna Rolf vom "BahnhofsCafée" bieten den Tauschbecher schon seit einigen Monaten an. Das System wird jetzt auf andere Unternehmen ausgeweitet (Foto: archiv / os)
os. Buchholz. Die Einführung eines Recycling-Kaffeebechers zur Müllvermeidung in Buchholz rückt näher: Jüngst trafen sich der Stadtmarketingverein und Unternehmer im „BahnhofsCafée“, um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Wir haben das Bedürfnis abgestimmt und sind uns einig, dass wir das machen wollen“, sagte Jan Bauer, Vorsitzender des Buchholzer Stadtmarketingvereins.
Die Idee: Um Umwelt und Ressourcen zu schonen, wollen die teilnehmenden Unternehmen ein Mehrwegsystem installieren, bei dem die Kunden einen Becher aus Bambus erwerben und diesen nach dem Konsum des Kaffees in einer beteiligten Firma umtauschen, statt die Becher einfach wegzuwerfen. Die Becher sollen in den teilnehmenden Unternehmen gereinigt werden. Hintergrund: Allein in Deutschland werden rund drei Milliarden Pappbecher für „Coffee to go“ verbraucht.
An dem Mehrweg-Becher-System wollen u.a. Bäcker Weiss und McDonald‘s in Dibbersen teilnehmen. Auch Tankstellen sollen laut Jan Bauer fürs Mitmachen begeistert werden. Man wolle sich jetzt Angebote zum Erwerb der Bambusbecher einholen, kündigte Bauer an.
Wie berichtet, war Petra Rolf, Inhaberin des BahnhofsCafées im Buchholzer Bahnhof, mit ihrem „Tauschbecher“ beim Umweltschutz vorangegangen. Ihre Kunden können schon seit einigen Monaten für acht Euro einen Becher inklusive Heißgetränk erwerben und nach Gebrauch gegen einen sauberen Becher mit Kaffee tauschen. Dass ihre Idee jetzt ausgeweitet wird, findet Petra Rolf gut: „Wenn Buchholz umweltbewusster wird, kann das nur jedem helfen.“
Zuletzt hatte auch die SPD-Ratsfraktion beantragt, den Recyclingbecher für Buchholz einzuführen. Unter welchem Namen das Projekt laufen soll, steht derzeit noch nicht fest.