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Zu Gast im Land des Lächelns

Antonia Butenschön mit ihrer Gastmutter Yuki und den Gastgeschwistern Leoto und Aoto Hasegawa. vor der Burg von Nokgya (Foto: oh)
Von ihrer Austauschzeit in Japan bringt Antonia Butenschön neue Freundschaften und ein bisschen Fernweh zurück

mi. Bendestorf. Sie war ein gefragtes Fotomodell, hat den berüchtigten Kugelfisch gekostet und viele neue Freundschaften geschlossen, Antonia Butenschön (16) aus Bendestorf verbrachte ein Austauschjahr an einer Japanischen Highschool in der Nähe der Hauptstadt Tokio.
Für die Reise ins Land des Lächelns hatte Antonia Japanischunterricht genommen und sich akribisch vorbereitet. Nach der Ankunft wäre die Gymnasiastin allerdings lieber gleich wieder zurück nach Deutschland. Schuluniformen, Lehrer denen man nicht widerspricht, Unterricht auf Japanisch, die Highschool unterscheidet sich deutlich vom Gewohnten. "Ich habe einen Monat gebraucht, bis ich in Japan angekommen bin", erinnert sie sich. Geholfen, mit Nippon warm zu werden haben ihr ihre Gastfamilien und die neuen Klassenkameraden vor allem Yuriko ihre beste Freundin. "Bald fand ich es gar nicht mehr schlimm, im Gegenteil Schuluniformen bewahren einen zum Beispiel davor stundenlangen vor dem Kleiderschrank zu grübeln", scherzt Antonia.
Viel anstrengender war da, dass sie als Europäerin in Japan überall auffiel. "Manchmal kamen Wildfremde auf der Straße auf mich zu und wollten ein Foto von mir machen", erzählt Antonia.
Ein besonderes Erlebnis kulinarischer Art hatte die Austauschschülerin, als sie mit ihrer Gastfamilie traditionell-japanisch essen ging: Es gab Kugelfisch, dessen Verzehr bei falscher Zubereitung tödlich sein kann. Angst habe sie aber keine gehabt. "Das Restaurant serviert den Fisch seit Generationen. In Europa wird die Gefährlichkeit sehr übertrieben", sagt Antonia.
Gesehen hat die Gymnasiastin in Japan eine ganze Menge. Sie besuchte den goldenen Tempel in Kioto, genoss den Ausblick vom 634 Meter hohen "Skytree" in Tokio und machte eine Klassenreise nach Hiroshima. Insgesamt wohnte sie bei fünf verschiedenen Gastfamilien. Das sei üblich. "Familien dort nehmen Austausschüler nur für einen kurzen Zeitraum", erklärt die Japanreisende. Austausschüler seien nicht Teil der Familie, sondern "Gäste". Antonia gefiel das gut. So konnte sie viele verschiedene Menschen und Orte kennen lernen, wohnte sowohl mitten in Tokio als auch auf dem Land. Ein besonders tolles Verhältnis hatte sie zu Familie Hasagawer Das junge Paar nahm sie quasi als drittes Kind auf. "Dort gehörte ich zur Familie", so Antonia.
Wieder in Deutschland geht es ihr jetzt ein bisschen wie vor einem Jahr bei der Ankunft in Japan "Am liebsten würde ich gleich wieder zurück", so Antonia.