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AfD will Ortsverband in Buchholz gründen

Koordiniert die Gründung des AfD-Ortsverbandes Buchholz: Ex-CDU-Ratsherr Manfred Wiehe (Foto: archiv)

Gründungsversammlung am 14. November / Suche nach Verfasser des AfD-Hetzpamphlets dauert an

os. Buchholz. Das Pamphlet, mit dem die antifaschistische Begegnungsstätte Heideruh in Buchholz verunglimpft wird und das deren Unterstützer allesamt in die linksextremistische Ecke rückt (das WOCHENBLATT berichtete), sorgt in Buchholz weiter für Gesprächsstoff. Die Polizei versucht nach wie vor die Verteilungswege der 40-seitigen Hochglanzbroschüre nachzuvollziehen und des Autors ("Anonyme FDGO-Verteidiger Buchholz i.d.N.") habhaft zu werden. Das Werk war auf der Internetseite der Partei Alternative für Deutschland (AfD) veröffentlicht worden. Mittlerweile ist es wieder aus dem Netz genommen worden und soll in Kürze durch ein eigenes Dossier ersetzt werden.
Wie berichtet, hatte Prof. Dr. Oliver Rump, der in dem Pamphlet als "dunkelroter Professor" bezeichnet wurde und "möglicherweise sogar als faktischer intellektueller Kopf" der Buchholzer Linksextremisten-Szene zu sehen sei, Anzeige gegen unbekannt wegen Verleumdung und Bedrohung gestellt. Zudem lässt die Martin-Luther-Kirchengemeinde in Holm-Seppensen von der Rechtsabteilung der evangelischen Kirche prüfen, ob sie gegen die Schrift vorgeht. Die Gemeinde war indirekt als linksextremistisch unterwandert geschildert worden.
All das ficht die AfD nicht an. AfD-Chef Prof. Dr. Bernd Lucke hat bislang auf die Bitte des WOCHENBLATT nicht reagiert, Stellung zu dem Pamphlet zu nehmen und warum dieses ausgerechnet auf der Internetseite einer Partei erschien, die stets betont, wie demokratisch sie sei.
Am 14. November soll ein Buchholzer Ortsverband gegründet werden. Mit der Koordination ist Manfred Wiehe beauftragt, der erst jüngst als CDU-Ratsherr aus dem Buchholzer Stadtparlament ausgeschieden ist.