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Autofahrer und behinderte Mitbürger: Eine Quelle des Verdrusses

Für WOCHENBLATT-Leser Tobias Puschke ein Ärgernis: Die Audi-Fahrerin - dem Augenschein nach offenbar gesund - parkt auf dem Behindertenparkplatz (Foto: oh)
(os). Das Verhältnis von Autofahrern und behinderten Mitbürgern ist oftmals eine Quelle von Ärger und Verdruss. Das WOCHENBLATT schildert zwei Fälle aus dem Landkreis Harburg:
"Voller Ignoranz" begegnete WOCHENBLATT-Leser Tobias Puschke auf einem Supermarkt-Parkplatz. Trotz zahlreicher freier Parkplätze stellte eine Audi-Fahrerin ihren Pkw auf einem Behindertenparkplatz ab und entlud eine Leergutkiste. Die Frau zeigte keine Anzeichen einer Behinderung. "Als ich fragte, ob das Schild nicht groß genug sei, antwortete sie mir nur, dass ich mich um meine eigenen Sachen kümmern soll", berichtet Puschke. Er habe der Frau gewünscht, dass sie hoffentlich nie im Rollstuhl sitzen würde.
Mit Nachbarn seines Vaters geriet WOCHENBLATT-Leser Christian Sönksen aneinander. Regelmäßig holt Sönksen seinen gehbehinderten Vater (88) in Winsen ab. Problem: Der Senior wohnt in einer Spielstraße, in der ein generelles Parkverbot außerhalb der ausgewiesenen Parkflächen gilt. Um seinem Vater langes Laufen zu ersparen, stellt sich Sönksen in die Nähe der Wohnung seines Vaters. Nachbarn hätten ihn wiederholt "eindringlich" auf das Parkverbot hingewiesen. Das sei in der Sache nicht anzuzweifeln. Dass aber ausgerechnet die Beschwerdeführer sich auf dem freigeräumten Parkraum breit machen, wenn er wegfahre, mache ihn wütend: "Eine solche Doppelmoral im Umgang mit dem Nächsten finde ich zum Kotzen!"