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Buchholz: Wird Niemöller Baudezernent?

Stefan Niemöller (Foto: archiv / TSV Buchholz 08)
os. Buchholz. Die Stadt Buchholz hat offenbar einen neuen Baudezernenten gefunden: Nach WOCHENBLATT-Informationen soll Stefan Niemöller (50) auf Doris Grondke folgen, die zum 1. Juni ihre neue Stelle als Baudezernentin in Kiel antrat (das WOCHENBLATT berichtete). In dieser Woche soll in Buchholz die entsprechende Drucksache in der Ratspost liegen, sodass sich der Verwaltungsausschuss am 24. August sowie der Stadtrat am 29. August mit der wichtigen Personalie beschäftigen können.
Seit Grondkes überraschendem Abgang ist die Stelle des Baudezernenten in Buchholz vakant. Schon früh hatte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse signalisiert, dass er mit einer Neubesetzung frühestens nach der Sommerpause rechne. In der Gesprächsrunde mit Vertretern der Verwaltung und der Politik machte Niemöller offenbar den besten Eindruck, Konkurrenten um den Job kamen u.a. aus Schwerin.
Der gebürtige Westfale Niemöller ist in Buchholz kein Unbekannter. Seit elf Jahren wohnt der verheiratete Vater zweier Kinder in der Nordheidestadt, engagiert sich u.a. als stv. Abteilungsleiter und Jugendwart in der Hockeyabteilung des TSV Buchholz 08 ehrenamtlich. Verwaltungserfahrung hat der Dipl.-Ing.-Architekt Stefan Niemöller nicht: Er arbeitet seit Ende 1998 im Hamburger Architektenbüro Tchoban Voss Architekten GmbH, seit 2009 als assoziierter Partner und Mitglied der operativen Geschäftsleitung. Niemöller verantwortete als Projektleiter viele Bauprojekte, u.a. das Dorint-Hotel in Hamburg-Eppendorf und verschiedene Wohnanlagen in der Hansestadt. Vor seinem Architekturstudium in Braunschweig absolvierte Niemöller eine Ausbildung zum Bankkaufmann in der Sparkasse in Gütersloh.
Niemöller träte bei einer erfolgreichen Wahl ein schwieriges Erbe an: Vorgängerin Grondke schob in ihrer knapp fünfjährigen Amtszeit viele Projekte an, deren Fertigstellung nun in den Händen von Niemöller läge. Dazu gehört der sogenannte „Stadtumbau West“, die Entwicklung des Bahnhofsumfeldes. Alles deutet auf eine breite Mehrheit in der Politik hin. Es soll aber auch Vorbehalte geben, weil Niemöller keine Berufserfahrung in einer Verwaltung hat.
Zu seinem möglichen neuen Job sagte Niemöller auf WOCHENBLATT-Nachfrage: „Ich möchte mich zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht äußern. Ich möchte die Entscheidung der Politik überlassen und dem demokratischen Prozess nicht vorgreifen.“