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Diskussion um den Bypass

Hier würde der Bypass verlaufen: Je nach Variante wäre der Kleingartenverein Abendfrieden (li.) stark oder leicht betroffen

Buchholz' Politiker sind uneins über Entlastungswirkung der Ostring-Alternativtrasse "Am Langen Sal"

os. Buchholz. Der in der Ostring-Diskussion von Grünen und SPD ins Spiel gebrachte Bypass am Langen Sal ist technisch umsetzbar. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Ralf Losert vom Planungsbüro PGT jetzt im Buchholzer Planungsausschuss vorstellte. Die Trasse entlang der Bahn sei aber nur als innerörtliche Hauptverkehrsstraße sinnvoll und stelle keine Alternative zum Ostring dar, betonte Losert.
Wie berichtet, hatten Grüne und SPD auf der Suche nach Alternativrouten zur großen Ostumgehungs-Lösung den Bypass vorgeschlagen. Dieser beginnt mit einem Kreisel auf der Canteleubrücke und führt dann über die Straße "Am Langen Sal", vorbei am Kleingartenverein Abendfrieden, über die Bendestorfer Straße am Holzweg entlang und dann auf der ursprünglich geplanten Ostring-Trasse am Schulzentrum am Buenser Weg vorbei. Enden soll er auf dem Nordring und nicht, wie in der Ostring-Planung, in Vaensen.
Die Verkehrsmenge auf dem Bypass werde rund 3.600 Fahrzeuge pro Tag betragen, rechnete Losert hoch. Während die Befürworter des Bypasses wie Ex-Bürgermeister Norbert Stein diese Zahlen als ausreichend empfinden, halten Kritiker wie CDU-Ratsherr Peter Noetzel die Entlastungswirkung für die stark beanspruchten Innenstadtstraßen für viel zu gering. Stein verteidigte den Bypass: Die Neubaustrecke betrage nur 2,6 Kilometer und sei damit nicht einmal halb so lang wie der Ostring. Zudem sei die Straße schmaler, erfordere weniger Lärmschutz und Flurbereinigung. Und: "Eine Eisenbahnunterführung und alle Straßenbrücken würden wegfallen", so Stein.
Uwe Karsten, Leiter des Betriebs "Kreisstraßen" beim Landkreis Harburg, betonte, dass der Kreis den Bypass finanziell nicht unterstützen werde. "Wenn Sie die Straße bauen wollen, können Sie das gerne tun, aber dann auf eigene Kosten!"