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Prognose für Buchholz: Stau-Chaos pur!

Staustadt Buchholz: Im Rathaus sitzer die falschen Leute auf den wichtigen Plätzen - und verplempern das Geld für immer neue Gutachten und Expertisen (Foto: os)

Mega-Problem Straßenverkehr: Wie Verwaltungsführung und Politiker die Stadt ruinieren

rs. Buchholz. Die Tage vor Weihnachten haben einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie der Verkehr in Buchholz bald dauerhaft aussehen wird: Chaos pur! Machen wir uns nichts vor: In der Nordheide wird weiter massiv gebaut, jeden Tag rollen mehr Motorisierte nach oder durch Buchholz. Die neue Einkaufs-Galerie tut ein Übriges. Doch die Verantwortlichen im Rathaus machen weiter nur teure Pläne - und tun nichts.

Wie lange lassen sich die Menschen das noch gefallen? Auch 2014 wird ihnen Tag für Tag Lebenszeit im Stau gestohlen - angeblich weil für eine ordentliche Verkehrsinfrastruktur das Geld fehlt.

Aber warum fehlt das Geld denn? Weil leitende Mitarbeiter der Stadtverwaltung, wie der Chef der Verkehrsbehörde, Matthias Krohn, oder Stadtbaurätin Doris Grondke, Unsummen für immer neue Gutachten und Planungen ausgeben - in den letzten drei Jahren weit über 500.000 Euro (ohne Personalkosten in der Verwaltung); Tendenz steigend. Doch was da gegenwärtig an Datenmaterial angehäuft wird, kann in den nächsten 20 Jahren nicht mal ansatzweise umgesetzt werden - und verschwindet als Altpapier im Container.

Jüngstes Beispiel für eine fast schon absurde Verkehrspolitik: Die provisorische Baustellenampel an der Kreuzung Hamburger Straße/Nordring soll zur Dauerlösung werden. Angeblich weil für den Bau eines Kreisverkehrs 300.000 bis 400.000 Euro fehlen. Dabei ist seit langen Jahren klar, dass hier nur ein Kreisel den Verkehr flüssig halten und gleichzeitig Sicherheit herstellen kann.

Doch statt endlich zu handeln, hat die Stadt mit dem Landkreis eine Vereinbarung getroffen: Die Baustellenampeln, die wie in einem Entwicklungsland mit Kabeln über der Straße verbunden sind, sollen bis August 2014 den Buchholzer Ortseingang zieren - dann will man eine neue Untersuchung in Auftrag geben. Das Unsinns-Provisorium kostet den Buchholzer Steuerzahler mindestens 14.000 Euro - und, so hat die Polizei bereits festgestellt, könnte sogar ein höheres Unfallrisiko bergen.

Dass die meisten Ampeln in Buchholz schon lange nicht mehr verkehrsgerecht geschaltet werden können, weil die Signalschleifen im Teer nicht mehr funktionieren, ist Autofahrern seit vielen Jahren bekannt. Wie Abhilfe aussehen kann, sieht man in Stade, wo die Stadt moderne Ampeln angeschafft hat und der Verkehr seither besser fließt. In Buchholz macht man - na was wohl? Klar, erstmal eine neue Untersuchung. Und wetten: Danach fehlt das Geld für die neuen Ampeln.

Wie absurd das Behördenhandeln hier ist, hat das Beispiel von Buchholz‘ größter Kreuzung Hamburger Straße/Bendestorfer Straße gezeigt. Hier wollte Behördenchef Krohn mit einer Änderung der Richtungsfahrbahnen den Verkehr flüssiger machen. Nach wenigen Wochen stand fest: Die Idee ist falsch. Der Verkehr staute sich Tag für Tag - manchmal bis zur Feuerwache. Bürger beschwerten sich, das WOCHENBLATT und Politiker intervenierten.

Doch der Verantwortliche im Rathaus ließ völlig unbeeindruckt die Autofahrer im Stau stehen. Begründung: Er wolle erst eine weitere Untersuchung abwarten. Als kürzlich dann doch - mit nicht mal zwei Stunden Aufwand - der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wurde, war der Stau wie von Geisterhand verschwunden.