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Haben Ex-RAF-Terroristen den Stader Marktkauf überfallen?

Mit diesem Foto fahndet die Polizei nach Ernst Volker Staub (Foto: LKA Niedersachsen)

tk. Stade. Ein ungelöster Raubüberfall hat jetzt eine möglicherweise spektakuläre Wendung genommen: Sind die ehemaligen RAF-Terroristen Ernst Volker Staub und Burkhard Garweg für den Überfall auf den Marktkauf in Stade an Heiligabend 2012 verantwortlich? Ins Visier sind sie gemeinsam mit der Ex-Terroristin Daniela Klette wegen zwei gescheiterter Überfalle auf Geldtransporter in Stuhr (bei Bremen) und Wolfsburg im vergangenen Jahr gerate

n.

Rückblick: Zwei Männer hatten am Morgen des 24. Dezember drei Angestellte im Marktkauf überwältigt und mehrere Tausend Euro erbeutet. Ihren Fluchtwagen, einen silbernen Golf 3, fand die Polizei später ausgebrannt in einem Waldstück bei Stade. Bislang fehlt von den Räubern jede Spur.

Der Verdacht fiel auf die beiden Ex-Terroristen, weil es ähnliche Taten gibt, die ihnen zugeschrieben werden. Das Muster soll passen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Ex-RAF-Trio mit Überfällen seinen Lebensunterhalt bestreitet. Rund 380.000 Euro sollen sie in den vergangenen Jahren erbeutet haben.

Wie konkret der Verdacht in Bezug auf den Stader Marktkauf-Überfall ist, will die Staatsanwaltschaften Verden, sie ist federführend für die Ermittlungen verantwortlich, derzeit nicht kommentieren. Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, erklärt, dass außer den Überfällen auf die beiden Geldtransporter auch weitere Verbrechen überprüft werden.

Staub, Garweg und Klette gelten als sogenannte dritte RAF-Generation. Die drei werden unter anderem verdächtigt, 1993 einen Anschlag auf die JVA in Weiterstadt (bei Darmstadt) verübt zu haben. Staub und Klette sollen zudem 1999 mit einer Panzerfaust bewaffnet einen Geldtransporter in Duisburg überfallen und eine Million Mark erbeutet haben.