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Kinderfilm soll groß rauskommen: Buxtehuderin will "No-Budget"-Produktion in die Kinos bringen

Bianca Peters (re.) spielt wieder eine berittene Polizistin. Ihre Freundin Nina Ramershoven schlüpft in die Rolle der Kollegin Fotos: Michael Detrois
jd. Buxtehude. Die Kinobranche ist ein hart umkämpftes Terrain: Große Filmverleiher beherrschen den Markt. Wie schwierig es ist, mit einer kleinen Filmproduktion gegen diese Konkurrenz anzutreten, weiß Bianca Peters aus eigener Erfahrung. Die Buxtehuderin bemüht sich derzeit, einen "No-Budget"-Streifen, in dem sie selbst mitspielt, in die Kinos zu bekommen. Die Chancen, dass der Kinderfilm "Die Timebreakers und die rätselhaften Grabzeichen" von einer der größeren Verleihfirmen in deren Portfolio aufgenommen wird, sind aber eher gering. Doch Peters will nicht aufgeben. Sie setzt auf das Internet: Der mit Laienschauspielern produzierte Kinostreifen wird mit einem einminütigen Teaser eifrig in den sozialen Medien beworben. Die Hoffnung von Peters und den Filmemachern ist es, dass das Vorschau-Filmchen viele Klicks erhält. So sollen die Filmverleiher auf die "Timies" aufmerksam werden.

Die "Timebreakers", eine abenteuerlustige Kinderbande, begeben sich schon zum zweiten Mal auf eine geheimnisvolle Zeitreise: Auch im neuen Kinofilm ist Peters wieder in ihrer Rolle als Polizistin zu sehen. Erneut verzichteten sie und die jungen Hauptdarsteller im Alter von neun bis zwölf Jahren auf eine Gage. "Uns reichte der Spaß, den wir zusammen am Filmset hatten, als Entlohnung", sagt Peters. Bereits im ersten Teil war der Produzent, der ambitionierte Jungregisseur Niels Marquardt aus Bomlitz (Heidekreis), ohne nennenswerte finanzielle Mittel ausgekommen.

Peters und Marquardt klapperten seinerzeit zahlreiche Kinos ab - mit mäßigem Erfolg. Zusagen erhielten sie von einigen Lichtspieltheatern aus der Region. Schließlich ist der erste "Timebreaker"-Film wie jetzt auch die Fortsetzung ganz in der Nähe entstanden: Etliche Szenen wurden in der Nordheide gedreht. Einer, der sofort Hilfe zugesichert hat, war Simon Balimann. Der Geschäftsführer des Buxtehuder City-Kinos zeigt sich beeindruckt von der filmischen Qualität: "Das ist ein sehr gut gemachter Kinder- und Familienfilm." Ein paar Wochen liefen die "Timies" in Buxtehude. Seine schsjährige Tochter habe den Streifen mit Begeisterung gesehen und den Titelsong rauf- und runtergespielt.

Für den zweiten Teil, der am 13. September Premiere haben soll, läuft im City Kino bereits der Teaser im Vorspann. "Wir werden den neuen Film sicher auch wieder zeigen. Solch eine regionale Filmproduktion muss man doch unterstützen", meint Balimann. Allerdings werden die "Timies" wie beim ersten Mal eher ein "Lückenfüller" sein. Die attraktiven Vorführzeiten seien nun mal den Publikumsrennern vorbehalten.

Auch wenn Balimann bisher nur den Teaser kennt: Er ist sich sicher, dass die jungen Zuschauer wieder einen spannenden Film geboten bekommen.
• Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich unbedingt den Teaser unter www.youtube.de/timebreakers anschauen. Bianca Peters würde sich freuen, wenn möglichst viele "Timies"-Fans den View-Button anklicken.