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Ladekop: Autofahrer auf die Geduldsprobe gestellt

Der Osterladekoper Lars von Holten ist kolossal genervt. Wenn er morgens zur Arbeit fahren möchte, muss er in der Regel mehrere Minuten warten, bis die Kreisstraße frei ist
bc. Ladekop. Vlelleicht sollten sich die Autofahrer in Oster- und Westerladekop zusammentun und eine Yoga-Gruppe gründen. Bekanntlich soll der Meditationssport erfolgreich Stress vorbeugen. Denn Stress haben die Menschen in dem Jorker Ortsteil derzeit jede Menge, wenn sie aus ihrem Ort auf die Hauptstraße einbiegen wollen.
Minutenlang müssen vor allem Linksabbieger zu den Hauptverkehrszeiten warten, weil Blechlawinen die Kreisstraße 26 verstopfen. Auch die im vergangenen Jahr vom Landkreis aufgebrachte Haltelinie entschärft das Problem offenbar kaum. Was oft nur hilft: Autofahrer aus den Ladekop-Dörfern steigen aus und drücken die Bedarfsampel für Fußgänger, um den fließenden Verkehr zu stoppen. Eine Situation, die nicht im Sinne des Erfinders sein dürfte.
Lars von Holten ist so ein genervter Osterladekoper. Er und viele seiner Nachbarn fordern den Landkreis auf, zu reagieren: „Hier hilft nur eine Ampel für alle vier Richtungen.“ Wie berichtet, hat eine Verkehrskommission bereits eine solche Ampelanlage (Kosten: 60.000 Euro) empfohlen.
Zu warten, bis die A26 in ein paar Jahren bis Hamburg weitergebaut ist und sich das Verkehrsaufkommen automatisch reduziert, ist für die Bürger in Ladekop kein Thema. Lars von Holten: „Ich reche damit, dass der Verkehr auch danach nicht weniger wird.“
Kreissprecher Christian Schmidt verweist dagegen auf eine Verkehrszählung, die bereits am 7. März zu den Hauptverkehrszeiten stattgefunden hat. „Die Wartezeiten lagen in der Regel unter einer Minute, bei Linksabbiegern in rund 10 Prozent der Fälle darüber, aber nie mehr als drei Minuten“, so Schmidt. Das halte der Landkreis für zumutbar.
Hinzu komme, dass im Zuge der Freigabe der Jorker Ortsumfahrung der überörtliche Durchgangsverkehr über die K26 zügig abgeleitet werden soll. Eine Ampel würde dieses Ziel erheblich einschränken.
Darüber hinaus sei die Installierung einer Kontaktanlage in den Einmündungsbereichen, um die Fußgängerampel zu aktivieren, nicht sinnvoll. Schmidt: „Seitens der Polizei bestehen erhebliche Bedenken, da eine solche Schaltung häufiger zu Rotlichtverstößen führen könnte.“ Im Ernstfall könne es zu Gefährdungen von Fußgängern kommen.