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Mutter wütend: In Buxtehude müssen Babys Eintritt fürs Kinderthester bezahlen - und bekommen einen Sitzplatz

Für das Theaterstück "Hast Du Angst, kleine Maus", sollte ein acht Monate altes Baby Eintritt bezahlen. Die Mutter, die mit irher älteren Tochter ins Puppentheaater wollte, ist empört (Foto: www_fotodesignandreasbraun_de)

Eine (wütende) Mutter lernt eine merkwürdige Eintritts-Regel kennen / Stadt verspricht Abhilfe

tk. Buxtehude. Muss ein zwei Monate altes Baby Eintritt für ein Kindertheaterstück zahlen? Dann allerdings mit Anrecht auf einen eigenen Sitzplatz? Was sich völlig verrückt anhört, ist in Buxtehude tatsächlich geschehen. WOCHENBLATT-Leserin Sabine Brink*, die zum ersten Mal ein Kulturevent in der Estestadt besucht hat, stellt sich die Frage: "Ab welcher Schwangerschaftswoche muss man in Buxtehude Eintritt fürs Kind bezahlen?"



Sie wollte am Donnerstag mit ihrer "großen" Tochter (3) im Marschtorzwinger das Puppentheater "Hast Du Angst, fragt die Maus" anschauen. "Forsch und unmissverständlich", so erinnert sie sich, wurde ihr mitgeteilt, dass für das Baby - untergebracht im Tragetuch - acht Euro Eintritt fällig werden. Was die Situation nicht besser machte: Der Umgangston sei sehr unhöflich, ja aggressiv gewesen, so Sabine Brink. So etwas sollte anderen Eltern und ihren Kindern nicht passieren, so die Neu-Staderin, die gerade aus Hamburg zugezogen ist.

Was ist da schiefgelaufen?, wollte das WOCHENBLATT von Torsten Lange, Chef der städtischen Kulturabteilung, wissen. Der will die Dinge nicht schönreden. "Ich kann mich dafür nur entschuldigen." Den Unmut von Sabine Brink hat er zum Anlass genommen, sich die Bestimmungen fürs Eintrittsgeld genau anzuschauen. Tatsächlich gebe es die Regelung, dass Kinder jeden Alters Eintritt zahlen müssen. "Es wurde einfach nicht bedacht, dass das für Babys natürlich Schwachsinn ist."

Das Team vom Kulturbüro werde sich zusammensetzen, um das Eintrittsgeld-Problem für die allerjüngsten Kulturfans zu lösen. Torsten Lange: "Ich kann aber zusichern, dass Buxtehude für Babys künftig kein Eintrittsgeld verlangt."
Vielleicht versöhnt das Sabine Brink, die als Theaterlehrerin bekennender Theaterfan ist, mit den Kulturangeboten in der Estestadt. Denn nach diesem Erlebnis, so sagt sie, würde es gefühlt bei der Besuchs-Premiere blieben.
* Name von der Redaktion geändert