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Ausnahmen für den Moscheebau in Buxtehude sind nicht möglich

Katja Oldenburg-Schmidt (Foto: tk)

Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt zur Idee des Moscheebaus im Gewerbegebiet

tk. Buxtehude. "Ich kann die Sorgen der Ahmadiyya-Gemeinde (AMJ) gut verstehen", sagt Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Sie reagiert damit auf die Kritik der muslimischen Gemeinde, die mehr Unterstützung der Stadt bei der Suche nach einem Grundstück für den Bau einer Moschee anmahnt (das WOCHENBLATT berichtete). Die AMJ würde gerne im Gewerbegebiet bauen. Die Bürgermeisterin stellt aber klar: Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Alter Postweg schließt den Bau von Kirchen aus.

Für die muslimische Gemeinde wäre eine Fläche im Bereich Alter Postweg erschwinglicher als anderswo in der Stadt. Zur Erinnerung: Ein Grundstück, auf dem Moschee hätte gebaut werden können, lag im Randbereich des Gewerbegebietes. Diese Pläne scheiterten, weil das Chemieunternehmen Synthopol nach einer Werkserweiterung einen größeren Schutzradius beansprucht. Das war vor zwei Jahren. Seitdem sucht die AMJ ein anderes Grundstück.

Die Diskussion ist jetzt aufgekommen, weil der Bebauungsplan für den Estering verändert wurde. Der Automobilclub Niederelbe (ACN) darf künftig Testfahrten veranstalten. Warum könne so eine Veränderung nicht auch für uns umgesetzt werden, fragt AMJ-Sprecher Ata Shakoor (das WOCHENBLATT berichtete). Oldenburg-Schmidt: Für den ACN sei der Bebauungsplan nicht grundsätzlich verändert worden, so die Bürgermeisterin. Einige Festsetzungen wurden aufgehoben. Im Kern habe der Plan weiter Bestand. Würde am Alten Postweg eine Moschee erlaubt werden, seien die Grundzüge der Planung betroffen. Wenn das statthaft sein solle, müsste der gesamte B-Plan neu aufgerollt werden. Dass in anderen Kommunen eine Moschee im Gewerbe- oder Industriegebiet steht, habe nur damit zu tun, dass deren B-Pläne Kirchen nicht ausschließen.

Eine andere Idee der AMJ. freiwerdende städtische Spielplatzgrundstücke für ihr Projekt zu bekommen, sei ebenfalls schwierig umzusetzen, so die Bürgermeisterin. "Auf diesen Grundstücken müssen wir sozialen Wohnungsbau im Blick behalten."