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Buxtehude: Bebauungsplan Giselbertstraße wird ausgelegt

Hier entstehen bald viele neue Häuser: Die grüne Wiese wird zum Wohngebiet Giselbertstraße (Foto: tk)

Buxtehudes größtes Wohngebiet kommt voran

tk. Buxtehude. Einstimmig hat der Ausschuss für Stadtplanung beschlossen, dass die Pläne für das rund elf Hektar große Wohngebiet Giselbertstraße öffentlich ausgelegt werden. Damit ist das größte anstehende Wohnbauprojekt in der Estestadt einen wichtigen planerischen Schritt vorangekommen.

Ein Mix aus mehrgeschossigen Häusern, auch im Bereich des preisgünstigen Wohnens, sowie kleineren Einheiten wie etwa Reihen- und Einfamilienhäusern, sollen den akuten Wohnungsmangel lindern. Dabei wird das Wohngebiet Giselbertstraße in mehrfacher Hinsicht ein Vorzeigeprojekt: So sind etwa parkartige große Grünflächen vorgesehen und noch ist in der Diskussion, dass das gesamte Wohngebiet an ein Blockheizkraftwerk (BHKW) der Stadtwerke angeschlossen wird. Das könnte vielleicht sogar in dem Wall untergebracht werden, der aus Lärmschutzgründen zur Bahnlinie hin gebaut werden muss.

Die zurzeit vielerorts großen Probleme mit der Müllabfuhr wird es in dem Neubaugebiet nicht geben. Selbst die schmalsten Straßen sind dort breit genug, damit ein Müllfahrzeug bis vor die Haustür fahren kann. Im Bereich der mehrgeschossigen Häuser wollen die Planer Anreize schaffen, damit die Autos in Tiefgaragen untergebracht werden. Als "Bonbon" könnte zum Beispiel die Größe der bebaubaren Flächen wachsen.

Eine Debatte führte der Ausschuss über die Frage, wie stark die Gestaltung der Häuser reglementiert werden müsse. Guido Seemann (Grüne) plädierte für viele Freiheiten. Dem widersprach der Erste Stadtrat Michael Nyveld. Baugebiete seien dort erfolgreich, wo es zumindest einige Vorschriften gebe. Zudem lasse der Bebauungsplan noch viele Gestaltungsmöglichkeiten zu.

Wie viele Wohneinheiten an der Giselbertstraße entstehen, ist derzeit noch offen. Das hängt von den konkreten Bauvorhaben von Investoren ab. Die Stadt rechnet mit einer Zahl von mehr als 400.

Sorgen bereitet einigen Politikern noch die benötigte Zahl der Stellplätze. Die soll niedriger sein als bei anderen Projekten. Befürchtung: Es werden Straßen im Umfeld zugeparkt. Die Verwaltung teilt diese Bedenken nicht. Zum einen sei der Bahnhof fast gegenüber, die Bahnhofstraße in Fußmarschentfernung und an den zentralen Erschließungsstraßen des Wohngebiets werden Parkflächen geschaffen.