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Eine Idee: Die Buxtehuder Kulturinsel mit Kulturforum und Malerschule

Malerschule (re.) und Kulturforum (li.) sind ohnehin unter einem Dach. Würde das Kulturforum die Malerschule übernehmen, wäre das ein folgerichtiger Schritt (Foto: tk)

Der designierte Kulturforums-Präsident Lorenz Hünnemeyer möchte die Malerschule übernehmen

tk. Buxtehude. Sein erklärtes Ziel ist es, das von einem Verein getragene Kulturforum "nachhaltig zukunftsfähig" zu machen. Lorenz Hünnemeyer will als Präsident kandidieren und Dieter Klar ablösen (das WOCHENBLATT berichtete). Das reiche von der Nachwuchsgewinnung über die Schaffung professioneller Verwaltungsstrukturen bis hin zu einer räumlichen Veränderung: Hünnemeyer kann sich gut vorstellen, dass das Kulturforum, seit mehr als zehn Jahren eine feste und etablierte Größe in der Estestadt, die Malerschule übernimmt. Das wiederum dürfte eine politische Debatte größeren Ausmaße

s zu Folge haben. Denn die offiziellen Pläne der Stadt sehen etwas anderes vor.

Vor mehr als einem Jahr hat die Malerschule ihre Pforten geschlossen. Malerschule und Kulturforum befinden sich nebeneinander in einem denkmalgeschützten Gebäude, das der Stadt gehört. Seit Sommer wird die Malerschule während einer Übergangsphase für Veranstaltungen genutzt und im ersten Stock hat sich die Kreativwerkstatt "Deck 2" etabliert. Was danach als endgültige Nutzung geplant ist, ist bislang offen. Nach dem Willen der Stadt - und bislang einer politischen Mehrheit - soll es eine überdachte Touristenattraktion rund um die Themen Hafen, Hanse und Wasser geben. Was konkret geplant ist und wie hoch die Investitionskosten dafür wären, steht nicht fest.

In diesem Planungs-Vakuum schlägt Hünnemeyer die "Buxtehuder Kulturinsel" vor. Das Kulturforum habe viel Erfahrungen mit kulturellen Veranstaltungen. Die Malerschule wäre dabei die perfekte Ergänzung. "Dort gehen mehr Leute rein als ins Kulturforum", so Hünnemyer. Von mehr Kultur und damit mehr Gästen würde die Hansestadt insgesamt profitieren. Wenn sich das Kulturforum in Sachen Verwaltung noch professioneller aufstelle, könnte die Stadt unterm Strich viel Geld in Form von Personalkosten sparen, wenn die Regie der Malerschule nicht bei der Kommune liege.

Kulturfan Lorenz Hünnemeyer hatte schon vor vielen Jahren, als der Besucherschwund im Buxtehude Museum ein Thema war, angeregt, "groß zu denken". Und so sieht er auch das Projekt Malerschule. "Dort ist ganz viel möglich."
Gemeinsam mit dem Ex-Präsidenten Dieter Klar, der zu Anfang der Kulturforums-Gründung auch viele Hürden zu überwinden hatte, ist Lorenz Hünnemeyer ein ernst zu nehmender Verfechter von der Vergrößungs-Idee. Nicht zu vergessen: Auch Buxtehudes Ex-Bürgermeister Jürgen Badur als Mitglied im Beirat des Kulturforums kann manches bewegen. Die Debatte zur Zukunft der Malerschule dürfte spannend werden.