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Elbe Kliniken und OsteMed: Die Übernahme ist jetzt perfekt

Die Elbe Kliniken werden die Mehrheit an den OsteMed-Kliniklen übernehmen (Foto: tk)
Keine Fusionskontrolle: Elbe Kliniken übernehmen Mehrheit an OsteMed

tk. Buxtehude. Jetzt ist es amtlich: Die Elbe Kliniken können die Mehrheit von 51 Prozent an den OsteMed-Kliniken mit den Standorten Bremervörde und Zeven im Landkreis Rotenburg übernehmen. 49 Prozent der beiden Krankenhäuser bleiben im Besitz des Landkreises Rotenburg.



Die Unterzeichnung des Vertrags war eigentlich schon für Ende Dezember geplant. Das Bundeskartellamt hatte jedoch eine Prüfung eingeleitet. Jetzt kam die gute Nachricht: Der mehrheitlichen Übernahme stehen keine kartellrechtlichen Bedenken gegenüber. Was für Kopfschütteln unter den Beteiligten gesorgt hatte: Es ging nicht darum, ob der Zusammenschluss der vier Krankennhäuser an sich zu einer marktbeherrschenden Stellung führt. Es ging vor allem darum, ob die Umsätze der kommunalen Unternehmen aller Akteure, etwa Schwimmbäder wie das "Solemio", dazu führten, dass der Wettbewerb behindert werde. Weil die gesamten Umsätze den Schwellenwert von 500 Millionen Euro nicht übersteigen, liege kein Grund für eine Fusionskontrolle vor, so die Kartellbehörde.

Kai Holm, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Elbe Kliniken, weist vor dem Hintergrund der anstehenden Vertragsunterzeichnung darauf hin. dass es sich nicht um eine Fusion, sondern eine Mehrheitsübernahme handele. Die OsteMed-Kliniken bleiben ein eigenständiges Unternehmen mit Geschäftsführung, Aufsichtsrat und eigener Vergütungsstruktur. Mitarbeiter der beiden Krankenhäuser in Stade und Buxtehude hätten angesichts einer Fusion - also dem Verschmelzen beider Unternehmen - Sorgen gehabt, dass es zu einer Überbeanspruchung der Kassen des Elbe Klinikums kommen würde. Das Risiko für die Zukunft trägt vor allem der Kreis Rotenburg. Der muss Investitionen übernehmen und das erwartete Defizit vor allem der Klinik in Zeven ausgleichen.