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Neues Baurecht eine Chance für Buxtehude? Höher und mit weniger Auflagen bauen

Buxtehude aus der Vogelperspektive: Wenn das neue Baugesetz mit Urbanen Gebieten greift, könnte die innerstädtische Verdichtung für den Wohnungsbau einfacher werden (Foto: Der Luftbildfotograf/Martin Elsen)
Bund will "Urbane Gebiete" für Wohnungsbau schaffen / Eine Chance für Buxtehude?

tk. Buxtehude. Passen diese beiden Dinge vielleicht gut zusammen? Die Bundesregierung hat in der vergangenen Woche beschlossen, dass es im Baugesetzbuch künftig "Urbane Gebiete" gibt. Damit wird der Bau von Wohnungen erleichtert. Und Wohnungen - vor allem bezahlbare - sind in Buxtehude Mangelware.
Darum geht es: Um den Wohnungsbau in Städten anzukurbeln, will der Bund im Baugesetzbuch den neuen Baugebietstyp "Urbane Gebiete" einführen. Auch in Gewerbegebieten oder innerstädtisch verdichteten Flächen könnten dann Wohnungen gebaut werden. Kernpunkte: Die Lärmschutzwerte für diese Areale werden abgesenkt. Außerdem soll höher gebaut werden dürfen. Das Ziel: Schneller mehr Wohnraum zu schaffen.



Michael Nyveld, Erster Stadtrat und Chef der Buxtehuder Bauverwaltung: "Die Urbanen Gebiete könnten auch für Buxtehude sinnvoll sein." Erst müsse jedoch abgewartet werden, wie das Gesetz am Ende aussehen werde. Eine Chance sei diese neue Baugebietskategorie auch in Buxtehude, wenn es um die innerstädtische Verdichtung gehe.

Muss jetzt vielleicht Buxtehudes größtes Baugebiet der nahen Zukunft, die Giselbertstraße, so lange pausieren, bis das neue Gesetz samt Kommentaren und Auslegung verabschiedet wurde? Hintergrund: Die Giselbertstraße soll als Vorzeigeprojekt auch bezahlbaren Wohnraum schaffen. Michael Nyveld will dabei auf keinen Fall auf die Bremse treten. "Das Vorhaben hat höchste Priorität." Die Urbanen Gebiete würden die Giselbert-Planung auch kaum berühren. "Dabei geht es vor allem um das Miteinander von Gewerbe und Wohnen". Und die Giselbertstraße ist noch unberührte grüne Wiese.

Michael Lemke. Fraktionschef der Grünen, fordert schon länger, dass die innerstädtische Verdichtung geplant und gezielt vorangetrieben werden müsse. Er begrüßt die Urbanen Gebiete. "Bezogen auf Quartiere könnte das zum Beispiel die Sagekuhle, aber eben auch der enge Bereich um die Bahnhofstrasse oder Harburger Straße sein." Selbstverständlich würde die historische Altstadt nicht einbezogen werden.