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Mit 24 Kekstüten fing es an

Marlies Moldenhauer hat schon ein knappes Dutzend Adventskalender für die Ausstellung zusammengetragen

Adventskalender-Ausstellung in Kehdingen: originelle Exponate als Leihgabe gesucht

tp. Drohtersen-Assel. Adventskalender gibt es heute in allen erdenklichen Ausführungen - vom Discounter-Massenprodukt mit in Plastik gegossener Schokolade hinter Pappe bis zur Nobel-Variante mit Parfum-Flakons oder Schmuckstücken. Von Herzen kommen selbstgemachte Kalender mit Täschchen voller Leckereien, die Kindern die Wartezeit aufs Fest der Liebe versüßen. Für eine große Ausstellung im kleinen Museum "Heimatstube" im Kehdinger Dörfchen Assel sucht Marlies Moldenhauer (55) vom Bürgerverein Assel jetzt Weihnachtskalender aller Art.
"Hauptsache originell", sagt Maries Moldenhauer. Aus ihrer Kindheit kennt sie noch die einfachen Adventskalender, hinter deren Türchen sich weihnachtlich-romantische Bildchen verbargen. "Ende der 1950er Jahre setzten sich allmählich die Schoko-Kalender durch", weiß die Ausstellungs-Organisatorin. Für ihre zwei inzwischen erwachsenen Kinder hat sie früher jedes Jahr Kalender selbst gebastelt oder aus buntem Stoff genäht. Und einmal hat sie 24 kleine Präsente mit einem langen Band zu einer Treppen-Girlande miteinander verschnürt.
Seit dem Beginn der Adventskalender-Tradition, die wahrscheinlich Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland begann, hat es viele weitere Modewellen gegeben. Primitiv aber praktisch waren 24 an die Tür gemalte Kreidestrichen, von denen die Kinder täglich einen Strich wegwischen durften. Gehaltvoller hingegen waren 24 nummerierte Kekstüten.
Maries Moldenhauer hat schon ein knappes Dutzend unterschiedliche Exponate für die Vereins-Ausstellung zusammengetragen. "Jeder Kalender erzählt eine Geschichte", sagt sie. Eine ehemalige Grundsschullehrerin etwa stellte die Gemeinschaftsarbeit einer Schulklasse zur Verfügung: Der Filz-Kalender aus Kinderhand zeigt das Christkinddorf Himmelpforten mit der Marienkirche und niedlichen Häuschen.
Nun bittet die Ausstellungs-Macherin um weitere Leihgaben: "Es werden nicht nur teure Kalender den Weg ins Museum finden", sagt Marlies Moldenhauer. "Werbekalender aus Papier mit Bildern hinter den Türchen sind genauso willkommen wie Handgearbeitetes."
• Am Sonntag, 17. November, von 14 bis 17 Uhr, werden die Kalender im Museum “Heimatstube Assel” angenommen.
• Die Kalender-Ausstellung beginnt am ersten Advent, Sonntag, 1. Dezember, 14 Uhr.