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Ist das Krautsander Trabrennen zu retten?

Das Krautsander Trabrennen soll nicht aufgegeben werden

Mehrheit der Mitglieder spricht sich gegen die Auflösung des Vereins für Trabrennen aus

ig. Krautsand. Die Situation ist schon absurd: Da gibt es einen Verein mit rund 30 Mitgliedern. Aber der Vorstand ist "kopflos". konkret: Es gibt keinen Vorstand. So stellt sich aktuell die Lage beim "Verein für Trabrennen am Krautsander Elbstrand" dar.
Hintergrund: Das Elbstrandrennen kann auf dem Dralle-Areal direkt an der Elbe nicht mehr stattfinden. Der Eigentümer will Obstbäume anpflanzen, Sandschiebearbeiten sind nicht mehr nötig, Sponsoren schwer für das Event zu begeistern, das Geläuf zu sandig, daher schwer zu befahren. Hinzu kommen rückläufige Besucherzahlen. Dieter Baukloh, Ex-Vereins-Vorsitzender: "Zum 18. Rennen kamen gerade noch 1000 Pferdesportbegeisterte."
Gründe genug für den Vorstand, auf der letzten Versammlung den Rücktritt bekannt zu geben. Die gewünschte Auflösung des Vereins kam aber nicht zustande. Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich vehement dagegen aus, hofft auf Interessierte, die den Verein weiterführen - und nach einem neuen Renngelände suchen. Die verzwickte Situation war jetzt Gesprächsthema einer Veranstaltung, zu der Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch die Mitglieder ins Rathaus einlud. Der Drochterser Verwaltungschef machte klar, dass er sich keinen anderen Standort vorstellen könne. Auch sei das Risiko zu groß. "Wer soll diese große Verantwortung fragen", fragte er in die Runde und plädierte für die Auflösung des Vereins. Die Mehrheit der Anwesenden sah das anders. "Wir sollten nicht gleich aufgeben, auf einer neuen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand wählen. Es wurden doch schon viele Events begraben", so Dirk Ludewig und Frank Neumann. Vordringliche Aufgabe sei es dann, nach einem neuen Standort für das Rennen in Elbe-Nähe zu suchen. Es gäbe geeignete Plätze. Bei Misserfolg könne der Verein immer noch aufgelöst werden. Die Suche nach neuen Vorstandsköpfen dürfte sich nicht schwierig gestalten. Manfred Walter, der auf der Elbinsel schon viele Rennen gewann und den Titel "Traberkönig" trägt, signalisierte, dass er sich vorstellen könne, den Vorsitz zu übernehmen. "Man muss alles versuchen, um das Traditionsrennen zu retten." Eine Mitarbeit können sich auch die Kehdinger Manfred Grothmann und Lothar Eylmann vorstellen. Das Vorgehen begrüßte auch der Landtagsabgeordnete und Vereinsmitglied, Kai Seefried.