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Mühlenteich in Fredenbeck wird keine Kuhweide

Der trockengelegte Fredenbecker Mühlenteich wächst allmählich mit Kraut zu

Nach Trockenlegung: Familie Neumann berät mit Behörden und Politik

tp. Fredenbeck. Langsame Fortschritte macht die Familie Neumann bei ihren Bemühungen, den wegen eines technischen Defektes trockengelegten Mühlenteich in Fredenbeck (das WOCHENBLATT berichtete) wieder mit Wasser und Leben zu
füllen.
Nachdem das Wasser vor mehreren Monaten abgelassen wurde, beginnt der kleine Teich zu verlanden. Die auf Fische als Nahrung angewiesenen Vögel sind verschwunden. Abhilfe noch zu Beginn der Ausflugssaison scheint nicht in Sicht, sodass sich Besucher des beliebten, unter Denkmalschutz stehenden Wassermühlen-Ensembles, das in Teilen zu Wohnzwecken der Familie Neumann dient, mit einem unschönen Anblick von Krautbewuchs auf getrocknetem Schlick gewöhnen müssen.

„Wir haben zahlreiche Gespräche mit Behörden, Ratspolitikern geführt“, versichert Eigentümerin Dörthe Neumann. Insgesamt herrsche zwischen Privateigentümern und der Öffentlichkeit Einigkeit, dass der frühere Zustand wieder hergestellt werden solle. Doch nach wie vor sei unklar, wer die Reparatur für das defekte Wehr zahle, so Neumann. Erste Kostenvoranschläge seien eingeholt worden, ein weiterer für die Erneuerung der Holzklappen (Schotten) stehe aus, so die Landwirts-Ehefrau. Zugleich habe man einen Antrag auf Kostenbezuschussung bei der Denkmalbehörde gestellt.

Auch Fredenbecks Bürgermeister Uli Schumacher signalisiert gegenüber dem WOCHENBLATT Bereitschaft seitens der Gemeinde, sich aus Denkmalmitteln an der Instandsetzung zu beteiligen.

Unterdessen dementiert Dörthe Neumann Gerüchte, nach denen ihr Ehemann das Teichgelände mit Gras bewachsen lassen und künftig als Kuhweide nutzen wolle: „Davon weiß ich nichts.“

• Offen ist nach wie vor die Zukunft des Weges und der Brücke über dem defekten Wehr. Wegen des Bau-Schadens ist der idyllische Spazierpfad, der direkt vor den Wohngebäuden entlang führt, aus Sicherheitsgründen auf diesem Abschnitt gesperrt. Eigentlich genießt die Gemeinde und ihre Bürger noch bis Ende 2018 Wegerecht. Laut Bürgermeister Schumacher habe die Kommune Interesse an einer Verlängerung der Regelung. Dörthe Neuman will diese Angelegenheit allerdings erst später klären.