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Die Institution in Undeloh

Susanne Meyer sitzt in dem neuen Verkaufsraum. "Noch ist nicht alles fertig. Aber bis Donnerstag klappt das bestimmt."
 
Das Luftbild zeigt "Heitmanns Hökerladen". Der linke Gebäudeteil wurde während des Feuers komplett zerstört

Susanne Meyer führt seit 15 Jahren "Heitmanns Hökerladen" / Geschäft wurde 1956 eröffnet.

mum. Undeloh. Dass ein Kunde zu ihr in das Geschäft gekommen ist und nichts gefunden hat, daran kann sich Susanne Meyer nicht erinnern. "Heitmanns Hökerladen" in Undeloh ist seit fast 65 Jahren eine Institution in dem kleinen Heidedorf - und seit genau 15 Jahren ist Susanne Meyer ein Teil dieser Erfolgsgeschichte.
Tausenderlei Dinge können in "Heitmanns Hökerladen" erstanden werden. Das umfangreiche Warenangebot im Geschäft an der Wilseder Straße 8 reicht von Plüschtieren und Heide-Souvenirs über Geschenkideen und Schaffelle bis zur Bekleidung aus Schurwolle. Für diese reist Meyer sogar einmal im Jahr nach Irland, um hochwertige Ware zu kaufen. Außerdem führt sie allerlei Dinge des täglichen Bedarfs wie Drogerieartikel. Eine kleine Auswahl an Lebensmitteln und Getränken runden das Sortiment ab. Dazu gehören auch Spirituosen, die typisch für die Heide sind. Neuerdings gehören auch Kräutermischungen und Marmelade zum Sortiment.
"Meine Kundschaft sind in erster Linie Touristen, die für den kleinen Einkauf nicht extra ins Auto steigen wollen", so Susanne Meyer. Außerdem schätzten es viele Undeloher, dass sie Dinge, die sie beim Großeinkauf vergessen haben, gleich "um die Ecke" bekommen. "Das Einkaufsverhalten der Touristen hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert", sagt Meyer. Vor ein paar Jahren seien Souvenirs wie Teller oder Becher sehr gefragt gewesen. "Heute kaufen die Gäste vor allem Produkte, die verzehrt werden können."
Das Haus, in dem der "Hökerladen" ursprünglich untergebracht war, wurde um 1900 erbaut. Doch ein spektakulärer Brand im April 2013 zerstörte das Haus. Auch zwei Wohnungen wurden ein Raub der Flammen. "Es war Brandstiftung", erinnert sich die Eigentümerin. Die Täterin wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.
Doch das ist Vergangenheit. In den vergangenen Jahren arbeitete Susanne Meyer, unterstützt von ihrer Familie, in jeder freien Minute an dem Wiederaufbau. "Jetzt sind wir endlich fertig", freut sich die Undeloherin. Sie bedauert sehr, dass durch das Feuer ein Stück Tradition verloren gegangen ist. Rudolf und Elfriede Heitmann waren 1933 in das alte Bauernhaus eingezogen. 1956 begann Rudolf Heitmann mit dem Handel von Lebensmitteln. Bereits in den ersten Nachkriegsjahren war Heitmann als fahrender Händler bekannt. 1956 eröffneten die Heitmanns den Lebensmittelhandel auf 50 Quadratmetern. Dann kamen Souvenirs dazu, die zunächst auf gezimmerten Apfelsinenkisten präsentiert wurden.1973 übernahm Tochter Marlies Kleiner den "Hökerladen".
Nach dem Tod ihres Mannes Hartmuth übergab Marlies Kleiner das Geschäft am 1. März 2003 an die Einzelhandelskauffrau Susanne Meyer, die bereits seit zehn Jahren treue Mitarbeiterin war und seit ihrer Anstellung auch im Hause mit ihrem Sohn lebte. "Ich führe das Geschäft im Sinne der Familie Heitmann weiter", betont sie. Dabei hat Susanne Meyer die Zukunft im Blick. Touristen können bei ihr E-Bikes leihen.
Anlässlich ihres 15-jährigen "Geburtstags" und des erfolgreichen Umbaus lädt Susanne Meyer für Donnerstag, 5. April, zu einem kleinen Empfang ab 10 Uhr ein. Außerdem gewährt sie bis zum 8. April einen Rabatt in Höhe von 20 Prozent auf alle Bekleidungs- und Geschenkartikel.
• „Heitmanns Hökerladen“ ist montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.