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Brester Windrad-Streit: Projektierer meldet sich zu Wort

Trügerische Windkraft-Idylle: Oft geht es hinter den Kulissen um das knallharte Geschäft Foto: jd
jd. Brest. In der Kontroverse um den Windpark Brest meldet sich jetzt der Verwalter des bestehenden Windparks und Projektierer des dortigen Repowering-Vorhabens, Dr. Alexander Jäger-Bloh, zu Wort: Er weist Vorwürfe eines weiteren Investors zurück, die Gemeinde favorisiere einseitig Jäger-Blohs Planungen.

"Ich gehe fest davon aus, dass die Gemeinde die Planungen des Mitwerbers berücksichtigen würde, wenn dieser nachweisen könnte, dass seine Planungen innerhalb der Planfläche umsetzbar wären", erklärt Jäger-Bloh auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Wie berichtet, hatte sich der Windkraft-Investor Horst Mangels darüber beklagt, dass er keine Baugenehmigung für ein einzelnes von ihm projektiertes Windrad südlich des jetzigen Windparks erhalte. Mangels übte Kritik an der Gemeinde, weil diese nach seiner Ansicht einen B-Plan erstelle, der ausschließlich auf das Vorhaben von Jäger-Blohs Firma "EcoJoule" ausgerichtet sei.

Diese Kritik zieht sich Jäger-Bloh nicht zu: Die Planungshoheit habe nun einmal die Gemeinde. Ein Mitbewerber habe ein Recht, auch seine Windrad-Pläne realisieren zu können, doch eben nur unter der Bedingung, dass diese Planungen "mit dem Planungsrecht in Übereinstimmung zu bringen sind". Nur dann sei eine Genehmigung möglich. Das ist nach Ansicht von Jäger-Bloh auf der Fläche, die Mangels ins Auge gefasst hat, nicht möglich.

Die Option, Mangels' Projekt in die Planungen von "EcoJoule" einzubinden, sieht Jäger-Bloh nicht: "Dass wir den Mitbewerber an unserem Projekt, an unserer Gesellschaft und innerhalb der für unser Zwecke gesicherten Flächen und an unserer Planungsleistung beteiligen, kommt für uns nicht in Frage."

Fünf Windräder sollen entstehen

"EcoJoule" hat aktuell vor, im Zuge des Repowerings fünf Windräder der neuesten Anlagengeneration aufzustellen. Bisher drehen sich im Windpark Brest elf Rotoren. Die Gemeinde Brest bereitet bereits seit dem Anfang 2016 die Aufstellung eines B-Plans vor. Da es immer wieder Veränderungen hinsichtlich der anzuwenden Schutzbestimmungen gab, verzögerte sich die Umsetzung.