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Die Tagesschau fiel in Harsefeld aus: Stromausfall bei der EWE

Hier wird das EWE-Stromnetz überwacht: die Netzleistelle in Oldenburg Foto: EWE
jd. Harsefeld. Pünktlich zur Tagesschau war die Mattscheibe schwarz: In Harsefeld gingen am Dienstagabend überall die Lichter aus. Exakt um 19.58 Uhr gab es in der Samtgemeinde einen kompletten Stromausfall. Betroffen waren zum Teil auch Nachbarkommunen wie Kutenholz und Sauensiek. Während beispielsweise in Ahlerstedt nach wenigen Minuten wieder "Saft" in den Steckdosen war, dauerte die Zwangspause für die Elektrogeräte in einigen Bereichen des Flecken Harsefeld bis zu einer Stunde. "Die Ursache lag in einem Kabelfehler", erklärte Volker Diebels, Sprecher des Netzbetreibers "EWE Netz" gegenüber dem WOCHENBLATT.

Das Stromnetz der EWE werde zentral von der Netzleitstelle in Oldenburg gesteuert, so Diebels: "Die Leitstelle ist rund um die Uhr besetzt und kann bei Störungsmeldungen umgehend reagieren." Dank der engmaschigen Struktur des EWE-Stromnetzes sei es in den meisten Orten gelungen, die Stromversorgung kurzfristig auf andere Leitungen umzuschalten. Nur in Harsefeld habe es teilweise länger gedauert.

"Solch ein Stromausfall ist natürlich ärgerlich und wir verstehen auch den Unmut der Betroffenen", erklärt Diebels. Doch die EWE arbeite seit Jahren daran, das Netz immer zuverlässiger zu machen. Dazu gehöre auch, die Zahl der Freileitungen zu reduzieren, da diese am anfälligsten für Störungen seien: "Mittlerweile sind von den 80.000 Kilometer Stromleitungen in unserem Verteilnetz zwischen Ems, Weser und Elbe nur noch 20 Kilometer Freileitungen."

Häufig werden Stromausfälle durch Probleme bei den vorgelagerten Höchst- und Hochspannungsnetzen mit ihren großen Überlandleitungen verursacht. Diese würden aber von anderen Unternehmen betrieben, so Diebels: "Doch in diesem Fall lag der Fehler leider eindeutig bei der EWE."

• Die EWE hat eine spezielle Störungshotline für das Stromnetz: Tel. 0800 - 0600606