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Dollern bleibt Boomtown

jd. Dollern. Gemeinde wird weiter wachsen: Rat signalisiert Zustimmung für Neubaugebiet. Dollern bleibt eine boomende Gemeinde - zumindest in Hinsicht auf die Bautätigkeit: Der Gemeinderat hat jetzt das städtebauliche Konzept für das Neubaugebiet "Südlich Nedderbrook" wohlwollend zur Kenntnis genommen. Alle Ratsmitglieder signalisierten ihre Zustimmung zu den Plänen des Erschließungsträgers "Stark GmbH" aus Stade, das Areal am Rüstjer Weg mit rund 30 Einfamilienhäusern und vier Stadtvillen zu bebauen. Nun wird ein offizieller Bebauungs-Plan aufgestellt. Sobald dieser in Kraft tritt, hat der unfreiwillige "Baustopp" in Dollern ein Ende: Im Ort gibt es keine freien Bauplätze mehr. Im aktuellen Baugebiet waren alle Flächen in Windeseile vergeben.

Die günstige Lage mit S-Bahn-Anschluss und Autobahn-Auffahrt macht Dollern in gewisser Weise zu einer Boomtown: Wegen der schnellen Verbindungen vor allem nach Hamburg ist das Wohnen dort besonders beliebt. Doch es ist für die Gemeinde gar nicht so einfach, in dem gleichen Tempo neues Bauland bereitzustellen wie in den bisherigen Baugebieten Häuser hochgezogen wurden. Mal war ein Eigentümer nicht bereit, seinen Grund und Boden zu veräußern, mal machte der Verdacht auf mögliche Altlasten in der Erde einen Strich durch die Rechnung, wie es bei der ehemaligen Sandgrube der Fall ist.

In dem vom Hamburger Planungsbüro Elbberg erstellten Konzept für das Bauprojekt übernehmen die Stadtvillen eine ganz besondere Funktion: Die vier zweigeschossigen Mehrfamilien-Häuser bilden nicht nur optisch das Eingangs-Portal zu dem künftigen Wohngebiet. Sie sollen auch einen Mangel beheben: In Dollern gibt es viel zu wenig Mietwohnungen. Dafür würden sich die Stadtvillen anbieten. Um störende Geräusche von benachbarten Gewerbebetrieben fernzuhalten, soll zudem ein Lärmschutzwall gezogen werden.

Die Ratssitzung verfolgten rund 50 Bürger. Viele davon waren aus ganz persönlichen Gründen gekommen: Sie möchten sich im neuen Baugebiet ihren Traum vom eigenen Heim erfüllen. Laut Gemeindedirektor Matthias Herwede liegen bei der Firma "Stark" bereits 22 Vormerkungen von künftigen Häuslebauern vor. Diese müssen sich noch ein wenig in Geduld üben: Der B-Plan für das Neubaugebiet soll nach den Sommerferien ausgelegt und dann vom Rat abgesegnet werden. Bürgermeister Wilfried Ehlers (SPD) hat zugesichert, vor einem endgültigen Beschluss die Bürger zu befragen. Kommen dann keine wesentlichen Einwände mehr, werden gegen Ende des Jahres wohl die ersten Grundstücke verkauft.