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„Ich bin keine Ersatzlösung“ - SPD-Ratsfrau Melanie Ritter wechselt als Fachbereichsleiterin in das Jesteburger Rathaus

Melanie Ritter (SPD) ist neu im Verwaltungs-Team (Foto: Privat)
mum. Jesteburg. Ende gut, alles gut? Die Suche nach einem Nachfolger für Holger Schölzel gestaltete sich schwierig. Schölzel, in der Samtgemeinde Jesteburg Fachbereichsleiter „Bürger/Ordnungsamt“, hatte Mitte Juni nach sieben Jahren das Rathaus verlassen. Der Beamte macht einen Karrieresprung: Schölzel wechselt in den Fachbereich Finanzplanung/Zentrales Controlling beim Landkreis Harburg. Bereits Mitte Juni sollte der Samtgemeinderat darüber entscheiden, wer der Nachfolger des geschätzten Verwaltungsmitarbeiters wird. Die Wahl fiel auf Christine Lehmann. Sie arbeitet seit 14 Jahren als Hauptamtsleiterin in der Verwaltung von Nord-Stormarn. Die 45-Jährige hatte sich gegen zwei weitere Kandidaten durchgesetzt. Doch drei Tage später sagte Lehmann ab - aus persönlichen Gründen. Da die beiden verbliebenen Kandidaten ebenfalls nicht mehr in Frage kamen, beschäftigte sich das zuständige Gremium wieder mit allen Bewerbern. Das Ergebnis: Jesteburg setzt auf lokale Kompetenz. Seit einer Woche ist SPD-Ratsfrau Melanie Ritter (39) offiziell im Amt. WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff sprach mit der neuen Fachbereichsleiterin, die zuletzt drei Jahre als Standesbeamtin in Buchholz gearbeitet hat, über ihre Aufgaben und Ziele.

WOCHENBLATT: Sie verdanken Ihren neuen Job den Umstand, dass Christine Lehmann nach ihrer Wahl überraschend absagte. Fühlen Sie sich als Ersatzlösung?
Melanie Ritter: Ich bin keine Ersatzlösung. Ich habe die Ausbildung zum gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst, bin Diplom-Verwaltungswirtin und erfülle die erwarteten Voraussetzungen. Ich werde mich sehr schnell in die Aufgaben einarbeiten.

WOCHENBLATT: Was reizt Sie an der Aufgabe in Jesteburg?
Melanie Ritter: Wichtig ist mir auf jeden Fall der Umgang und direkte Kontakt mit den Menschen vor Ort. Die Aufgabenschwerpunkte des Fachbereiches entsprechen aber auch genau meinen Interessen, die ich bereits während meiner Zeit als Ratsmitglied und davor verfolgt habe.

WOCHENBLATT: Was sind Ihre Aufgaben?
Melanie Ritter: Der Fachbereich ‚Bürger‘ umfasst unter anderem die Themenschwerpunkte: Grundschulen und Kindergärten, Feuerwehr, Wahlen und Ordnung. Darüber hinaus das Bürgerbüro und das Standesamt. Außerdem die Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort, etwa Kunst- und Kulturinitiativen.

WOCHENBLATT: Wie denken Sie über die Kunst- und Kulturszene in Jesteburg?
Melanie Ritter: Ein eher politisches Thema, aber ein wichtiger Standortfaktor. Persönlich sehe ich Jesteburg durchaus als eine der schönsten Kunst-und Kulturgemeinden im Naturpark Lüneburger Heide.

WOCHENBLATT: Ist es ein Vorteil für Ihren neuen Posten, Jesteburgerin zu sein?
Melanie Ritter: Das ist ein großer Vorteil, ich bin in Jesteburg aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe fast mein ganzes Leben hier verbracht. Mein Sohn ist hier ebenfalls in den Kindergarten und zur Schule gegangen, hier aufgewachsen. Ich kenne Jesteburg, ich weiß was die Jesteburger interessiert. Ich identifiziere mich mit Jesteburg, habe mich politisch engagiert, um etwas für meinen Wohnort zu erreichen. Außerdem bin ich immer vor Ort, sofort zur Stelle, wenn es nötig ist.

WOCHENBLATT: Gab es während Ihrer politischen Arbeit bereits Berühungspunkte mit Ihrem neuen Aufgabenfeld?
Melanie Ritter: Ich bin im Ausschuss für Jugend, Schule, Sport und Soziales und vertretungsweise auch im Schulausschuss tätig, die Ausschüsse mit den wohl größten Berührungspunkten zu diesem Fachbreich.

WOCHENBLATT: Was lief in dem Fachbereich besonders gut?
Melanie Ritter: Der Informationsfluss ist immer gegeben, die Mitarbeiter sind immer gut erreichbar und für alle Fragen offen.

WOCHENBLATT: Wissen Sie schon, ob Sie etwas ändern wollen?
Melanie Ritter: Ich möchte erst einmal anfangen und ankommen, mir einen Überblick verschaffen und mich einarbeiten.

WOCHENBLATT: Wie geht es innerhalb der SPD weiter? Dort wurden Sie erst im Januar zum neuen Fraktions-Vize gewählt.
Melanie Ritter: Das müssen Sie mit dem Fraktionsvorsitzenden Helmut Pietsch besprechen. Ich habe mein Mandat zum 1. Oktober niedergelegt und damit auch das Amt der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.

WOCHENBLATT: Danke für das Gespräch.