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Stressfreie Behandlung für Tiere

Die Tierärztin mochte Tiere schon als Kind, hier mit Hund Emma

Einzigartig im Landkreis Stade: Dr. Andrea Kähler macht Kleintier-Hausbesuche

ab. Jork. Lange Wartezeiten, viel Lärm und dann noch den Angstgeruch des Vorgängers in der Nase: Für viele Tiere ist der Gang zum Tierarzt schlichtweg qualvoll. Schon länger trug sich Dr. Andrea Kähler mit dem Gedanken, Tieren eine ärztliche Behandlung in stressfreier Umgebung zu ermöglichen. Sie besuchte Kollegen in Nordrhein-Westfalen und Hamburg, um sich ein Bild davon zu machen, wie es den Tieren während einer Untersuchung in den eigenen vier Wänden geht. Die Gelassenheit der Vierbeiner hat sie überzeugt.

Seit April 2014 ist die Tierärztin nun mit ihrer eigenen mobilen Kleintierpraxis unterwegs. Ca. 90 Prozent aller Behandlungen kann sie damit abdecken, was sie nicht leisten kann, überweist sie nach Stade, an die Kleintierpraxis Niederelbe von Dr. Larissa Schulze Rückamp.
Ihre "Patientenbesitzer", wie Dr. Kähler ihr Klientel augenzwinkernd nennt, sind Menschen, die ihren vierbeinigen Liebling nicht zu einem Arztgang bewegen können - oder wollen. "Es geht um das Wohl meines Tieres, ich möchte ihm den Stress ersparen", ist der Hauptbeweggrund der meisten Tierbesitzer. Aber auch Tierhalter mit wenig Zeit, zum Beispiel Mütter, die sich ungern mit kleinen Kindern in ein Wartezimmer setzen möchten, melden sich bei der Veterinärin. "Das bedeutet für mich, zeitlich sehr flexibel sein zu müssen. Bei manchen Menschen klappt es eben erst nach Büroschluss am späten Abend", sagt Andrea Kähler.

Tierbesitzer möchten der Ärztin oft eine möglichst gute Arbeitsatmosphäre schaffen. "Es kann schon mal passieren", berichtet die Veterinärin, "dass ich, wie neulich, zu einer Tierhalterin komme, die dann den Wohnzimmertisch freigeräumt und mit Handtüchern abgedeckt hat, damit ich eine Behandlungsfläche habe." Durch ihre Hausbesuche bekommt die Medizinerin ganz private Einblicke. Wenn sie meint, dass ein Halter mit seinem Tier etwas falsch macht, spricht sie Klartext. Zum Glück war es für sie noch nie nötig, das Veterinäramt einzuschalten. Doch was die Tierärztin unglücklich macht, ist, wenn sie zur Euthanasie gerufen wird und feststellt, dass sie schon vier Wochen früher hätte kommen müssen.

Im Schnitt macht Andrea Kähler drei Hausbesuche am Tag, ihr Ziel wären sechs. Eine Stunde plant die Ärztin je Behandlung ein. In einem Umkreis von 20 Kilometern fährt sie alle Ortschaften an, nach Harsefeld, Neuenfelde, Moorburg, bis an den Stader Rand. Ihre Anfahrtwege rechnet sie nach Gebührenordnung ab, nimmt da den einfach Satz.

Auch privat umgibt sich die Mutter eines 12-jährigen Sohnes mit Tieren: "Meine Leidenschaft für Tiere hat schon angefangen. Wir haben drei Katzen, einen Hund, ein Pferd - und ein altes Schaf." Sie fügt lachend hinzu: "Von dem können wir uns nicht trennen. Das hängt seinen Kopf über den Zaun und redet mit uns. Es gehört einfach zur Familie." Weitere Infos zum tierärztlichen Hausbesuchsdienst unter www.mobile-kleintierpraxis-altesland.de.