Abandoned Places - Lost Places in Niedersachsen
Der Trümmerstrand bei Jork

Foto: (c) Robert Gitler
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Bei dem Wort Strand denken wir an Urlaub, Sonne, Entspannung und Planschen im Meer. An diesem kleinen Strandabschnitt der Elbe bei Jork im Alten Land ersetzt der Schlick den Sand, Badetücher und Strandkörbe sucht man hier vergebens. Dafür finden sich Relikte aus einer alten Zeit an einem Lost Place in Niedersachsen der anderen Art, den Stefanie & ich vor einiger Zeit besucht haben.

An diesem Strand liegen die Trümmer des alten Hamburg, wie wir es nicht kennenlernen durften. Bis 1943 waren die Trümmer, die hier am Strand liegen, zu ganzen Straßenzügen zusammengefügt.

Vom 25. Juli bis 3. August 1943 bombardierten die Bomber der Briten und Amerikaner im Rahmen der Operation "Gomorrha" die Hamburger Stadtteile Rothenburgsort, Borgfeld, Hammerbrook, Hohenfelde, Hamm, Eilbek, Barmbek, Wandsbek und die Altstadt Altonas.

Bei diesem Feuersturm fielen 277.330 Wohnungen, 580 Industriebetriebe, 2632 gewerbliche Betriebe, 80 Anlagen der Wehrmacht, 24 Krankenhäuser, 277 Schulen und 58 Kirchen in Schutt und Asche und weit über 40.000 Menschen verloren Ihr Leben.

Unzählige der Kriegstrümmer wurden hier bei Jork zur Uferbefestigung der Elbe versenkt. Im Laufe der Jahre spülte der Fluss vieles wieder frei und hier am Strand findet sich diese Geschichte zum Anfassen - Fliesen, Motorblöcke, Scherben, Mauerteile, Heizungen und vieles mehr. Selbst ein verrostetes Vorkriegsauto wurde vor Jahren freigespült.

Wer diesen Strand auch selbst mal besuchen möchte, sollte die Adresse Yachthafenstraße 6, 21635 Jork anfahren. Rechts vom Yachthafen aus, durch die Gebüsche erreicht man den Strand und kann ihn vorsichtig entlanglaufen, idealerweise natürlich bei Niedrigwasser.

Leserreporter:

Robert Gitler aus Winsen

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