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Neujahrsempfang in Jork: News im Nebensatz versteckt

Bürgermeister Gerd Hubert
bc. Jork. Same procedere as every year, Gerd! Der Neujahrsempfang am Samstag in Jork war in großen Teilen abgespulte, aber irgendwie auch lieb gewonnene Routine. Rund 100 Bürger, Politiker, Geschäftsleute und Kulturschaffende fanden sich im Rathaus-Foyer ein, um sich gegenseitig "Frohes Neues" zu wünschen und Bürgermeister Gerd Huberts Rückblick zu lauschen.

Der wagte einen Parforceritt mitten durch die Jahres-Highlights (Klimaschutzkonzept, ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, Herbstprinz-Versteigerung, etc.) hin zu den paar Flops (A26-Öffnung, Verkehrschaos, usw.). Bemerkenswert waren seine Ausführungen zum Wirtschaftsfaktor Trauungen im Alten Land. Im Jorker Rathaus wurde ein neuer Rekord aufgestellt: In 2015 heirateten hier allein 245 Paare, davon reisten 153 aus Hamburg an.

Schöne Tradition beim Jorker Neujahrsempfang ist ein Gastvortrag. In diesem Jahr durfte Dr. Barbara Böckelmann, Sprecherin der Interessengemeinschaft Kindertagespflege in Jork, Lühe und Horneburg, über die individuelle Betreuungs-Alternative zu Kindertagesstätten berichten. Insgesamt arbeiten derzeit 15 Kindertagespflegepersonen in der Gemeinde Jork in elf Tagespflegestellen. Mithilfe von sogenannten Sharingplätzen werden aktuell 73 Kinder in der Tagespflege betreut.

Die wohl interessanteste Neuigkeit versteckte Gerd Hubert aber in einem Nebensatz. Zum 1. Januar 2016 wurden die Abteilungen im Rathaus neu strukturiert - weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Jetzt gibt es nur noch drei statt vier Fachbereiche (FB). FB 2 Ordnungsamt und FB 3 Schulen und Kitas wurden zusammengelegt. Leiter ist Uwe Köpcke. Die Verschlankung wurde vom Landesrechnungshof gefordert.

Interessant ist die Neuerung deswegen, weil Bürgermeister Hubert eigentlich FB 2 und 4 fusionieren wollte, sich damit aber den Zorn eines Großteils seiner Belegschaft zuzog (das WOCHENBLATT berichtete). Sogar einen neuen Super-Fachbereichsleiter hatte Hubert bereits gefunden, der aber aus persönlichen Gründen wieder absagte.

Was den Bürgermeister nun offenbar dazu bewog doch eine andere, eine mehr an den vorhandenen Stärken der Verwaltung orientierte Lösung zu suchen. Ein Insider steckte dem WOCHENBLATT: Seit einem halben Jahr werden die Mitarbeiter mehr beteiligt.

Mehr zu diesem Thema und ob jetzt die Stimmung im Rathaus besser ist, lesen Sie in Kürze in Ihrem WOCHENBLATT.