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"Wir packen die Probleme jetzt an"

Ortsbürgermeister Timo Gerke will das Müllproblem in Bassenfleth in den Griff bekommen
bc. Bassenfleth. Er ist einer der schönsten Fleckchen Erde in unserer Region: der Elbstrand in Bassenfleth in der Gemeinde Hollern-Twielenfleth. Hier kann man dösen im Puderzuckersand mit Blick auf die dicken Containerpötte. Auch wenn Bassenfleth immer noch als Geheimtipp gilt, zieht das Naturparadies bei warmen Temperaturen viele Ausflügler an. Und damit kommen meistens auch die Probleme: Müll, Dreck, Hundekot und Wildpinkler, um nur einige zu nennen. Die Gemeinde will Abhilfe schaffen: „Wir packen die Probleme an“, sagt Ortsbürgermeister Timo Gerke.

Die Crux: Die Gemeinde kann nicht immer so, wie sie will. Ihr gehört der Strand nicht, sie besitzt nur Nutzungsrechte. Das Energieunternehmen EON ist Eigentümer. Zudem genießt der Deichverband im Außendeichbereich besondere Rechte. Wie berichtet, hat die Gemeinde daher im vergangenen Jahr einen Bebauungsplan über das Gebiet legen und sich ein Vorkaufsrecht eintragen lassen. „Unsere Absicht ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten ein Konzept zu finden, damit der Strand touristisch erhalten werden kann. Die Gespräche laufen sehr gut“, sagt Gerke.

Konkrete Planungen gibt es bereits: In Kürze werden Container am Strand aufgestellt, um den Müllbergen Herr zu werden. Jüngstes Beispiel: Nach dem Vatertag war Bassenfleth einmal mehr mit Abfall übersät.

Im kommenden Jahr soll der Parkplatz erweitert werden. Die Gemeinde pachtet dazu ein Stück Land vom Deichverband. Zudem ist für 2016 geplant, sanitäre Anlagen zu bauen. 60.000 Euro stehen dazu im Haushalt bereit. Mit den Einnahmen aus Parkschein-Automaten sollen die Kosten für die Toilettenpflege bezahlt werden. „Die Gebühren werden moderat sein“, verspricht Gerke. Plan sei es, dass derjenige, der die Toiletten sauber hält, auch für Ordnung am Strand sorgt.

Trotz aller Investitionen in die touristische Infrastruktur stellt der Bürgermeister deutlich heraus: „Bassenfleth soll kein zweiter Lühe-Anleger oder zweites Krautsand werden.“