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Verband darf in der "Landwettern" baggern

Horst Subei, (WBV) vor der „Landwettern“ das Gewässer muss vom Schlamm geräumt werden
 
Hier trat die "Landwettern" vergangenes Jahr bei starkem Regen mehrmals über die Ufer
mi. Rübke/Neu Wulmstorf. Fast zwei Wochen stockten die Arbeiten, jetzt soll es mit der Räumung der „Landwettern“ in der Ortschaft Rübke endlich weiter gehen. Das Gewässer wird derzeit von Schlamm und Schlick befreit, um Überflutungen bei Starkregen zu verhindern. Während die Arbeiten auf dem Gebiet des Landkreises Stade unproblematisch verliefen, musste der Wasser- und Bodenverband Buxtehude (WBV) beim Landkreis Harburg erst die Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde ausräumen.
Sie ist nur 4,3 Kilometer lang, wenige Meter breit und noch nicht einmal ein richtiger Quellfluss, dennoch ist die „Landwettern“ - ein ständig Wasser führender Kanal - von immenser Bedeutung für Neu Wulmstorf. Denn ein erheblicher Teil des dort anfallenden Oberflächenwassers wird über das kleine Gewässer aus dem Ort geleitet.
Im vergangenen Jahr konnte die „Landwettern“ allerdings mehrmals die Wassermassen nicht mehr bewältigen und trat in der Ortschaft Rübke über die Ufer. Die Buxtehuder Straße und eine Bushaltestelle wurden überflutet.
Denn Grund dafür kennt Horst Subei, Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbands Buxtehude. Der Verband kümmert sich im Auftrag des Unterhaltungsverbandes „Altes Land“ um die „Landwettern“.“Die ‚Landwettern‘ ist stark verschlammt, teilweise ist das Gewässer nicht einmal mehr einen Meter tief. Bei starkem Regen fehlt dem Wasser Stauraum.“ Die Folge: Das Gewässer trete über die Ufer. Maßnahmen wie ein verstärkter Betrieb des Schöpfwerks in Moorende hätten nur eine temporäre Entlastung zur Folge. Deswegen baggere der WBV das Gewässer derzeit aus. Während das im Bereich des Landkreises Stade problemlos möglich war, gab es auf dem Gebiet des Landkreis Harburg erst einmal einen „Baggerstopp“. Die Naturschutzbehörde schaltete sich ein. Horst Subei: „Wir räumen ein, dass der Zeitpunkt für die Arbeiten nicht perfekt ist, allerdings, wenn wir noch länger warten, besteht wieder die Gefahr der Überflutung.“ Dazu teilte Kreissprecher Johannes Freudewald mit: Der Landkreis müsse vor Erteilung einer Genehmigung eine artenschutzrechltiche Prüfung durchführen. Der Fall sei aber bei der Abteilung Boden, Luft und Wasser positiv beschieden worden und läge jetzt der Naturschutzbehörde vor. Die habe laut Subei bereits telefonisch ihre Zustimmung signalisiert.
Für Horst Subei ist die jetzige Grundräumung ohnehin nur eine unterstützende Maßnahme. Um eine langfristig einwandfreie Entwässerung zu gewährleisten, müsste das System an sich verändert werden. Horst Subei: „Die Entwässerung über die ‚Landwettern“ ist historisch gewachsen, mittlerweile ist es aber wegen der Wassermengen nicht mehr die beste Lösung.“ Der WBV habe deswegen bei der Gemeinde Neu Wulmstorf eine Machbarkeitsstudie angeregt. Ziel sei es, die Entwässerung über einen anderen Kanal zu führen und gleichzeitig die Regenrückhaltebecken in Neu Wulmstorf auszubauen. Man hoffe, das die Ergebnisse bald vorliegen, um dann mit den notwendigen Umbauten beginnen zu können.
Jürgen Sausmikat, vom Fachdienst Bauen, bei der Gemeinde Neu Wulmstorf bestätigte, dass Projekte geplant seien die Entwässerung zu optimieren. Im ersten Schritt sei eine Untersuchung vorgesehen, um Maßnahmen zu
erarbeiten, die Überschwemmungen in Rübke in Zukunft verhinderten.