Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Getto-Charakter vermeiden"

Thorsten Liebeck meldet Wohnungsknappheit für Asylbewerber

Wohnraum-Knappheit für Asylbewerber in Oldendorf-Himmelpforten / Container als letzte Lösung

tp. Oldendorf-Himmelpforten. Die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten stellt sich auf einen drastischen Anstieg der Asylbewerberzahl ein. "Nach Informationen des Landkreises müssen wir in diesem Jahr mit einer Steigerung von 49 auf 91 Flüchtlinge rechnen", sagt Thorsten Liebeck, Verwaltungsvertreter des Bürgermeisters in Oldendorf. Die Kommune hat Probleme mit der Unterbringung und schaltete - unter anderem im WOCHENBLATT - Anzeigen. Die Wohnungsannoncen hatten bislang wenig Erfolg. Laut Liebeck gibt es "nur vereinzelte" positive Rückmeldungen.

Nach einer Prognose des Landkreises Stade wird sich die Zahl der Asylbewerber in der Region aufgrund der vielen Kriege außerhalb Europas verdoppeln. Die Mietkosten für die Asylbewerber zahlt der Kreis. Für die Unterbringung müssen die Mitgliedsgemeinden sorgen.

Während nach Angaben von Thorsten Liebeck in den angemieteten und gemeindeeigenen Wohnungen derzeit vor allem männliche Alleinstehende leben, werden in der Samtgemeinde nun auch Familien, etwa aus Syrien erwartet. Sämtliche Asylbewerber wohnen bisher in den großen Orten Himmelpforten und Oldendorf. Inzwischen denkt die Verwaltung auch über einer Unterbringung in Hammah nach, wo es eine Bahnanbindung und Einkaufsmöglichkeiten gibt.

Sollten sich keine normalen Wohnungen als Quartiere finden, müsse die Verwaltung eine Unterbringung der Flüchtlinge in Containern erwägen, sagt Thorsten Liebeck. Auf keinen Fall aber wolle die Kommune ein größeres "Container-Dorf" errichten. Denn ein Getto-Charakter sei unbedingt zu vermeiden. Ein Standort für die Behelfswohnungen stehe noch nicht fest.

• Angebote nimmt Thorsten Liebeck im Rathaus unter Tel. 04144 - 2099-140 und unter E-Mail liebeck@oldendorf-himmelpforten.de.