Das sind die Ziele der alten und neuen Bürgermeister auf der Stader Geest
Landleben mit hoher Lebensqualität

Das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum haben sich fast alle Rats-Chefs vorgenommen
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sb. Samtgemeinden Fredenbeck/Oldendorf-Himmelpforten. Seit Anfang November finden in den Gemeinden auf der Stader Geest die konstituierenden Ratssitzungen statt. Neben der Bildung von Ausschüssen und dem ersten Kennenlernen neuer Ratsmitglieder stehen auch Bürgermeisterwahlen auf der Tagesordnung. Das WOCHENBLATT stellt die ersten Amtsträger aus dem Samtgemeinden Fredenbeck und Oldendorf-Himmelpforten mit kurzen Steckbriefen vor. Zudem nennen die Bürgermeister bzw. Bürgermeisterinnen die drei wichtigsten Punkte, die in ihrer Gemeinde jetzt angepackt werden müssen.

Gemeinde Kutenholz
Sandra Lemmermann
Wohnort: Mulsum
Berufliche Tätigkeit: Hauswirtschafterin bei einem Pflegedienst
Parteizugehörigkeit: CDU
Gemeinderatsmitglied seit 2016
Bürgermeisterin seit November 2021

"Zu den für mich und meinen Gemeinderat wichtigen Punkten gehört die Unterstützung und Förderung der Bürgerbeteiligung und des Ehrenamts", sagt die frischgewählte Bürgermeisterin. Gleichzeitig ist es Sandra Lemmermann wichtig, die Baulandentwicklung im Blick zu behalten. "Wir müssen alles tun, um in allen Ortsteilen der Gemeinde Baumöglichkeiten und bezahlbare Grundstücke anbieten zu können", sagt sie. Weiteres Thema wird der Klimaschutz sein. "Wir wollen regenative Energieprojekte unterstützen, müssen diese Projekte aber auch umwelt- und bürgerverträglich gestalten, so dass die Lebensqualität nicht spürbar eingeschränkt wird."

Gemeinde Kranenburg
Margitta Bertram
Wohnort: Kranenburg
Berufliche Tätigkeit: Einzelhandelskauffrau
Parteizugehörigkeit: SPD / RG Kranenburg
Gemeinderats-Mitglied seit 2010
Bürgermeisterin seit 2016

"Die Gemeinde Kranenburg wird sich in den nächsten Jahren mit dem Projekt Wiederbelebung der Kranenburger Dorfmitte beschäftigen", sagt Margitta Bertram.
Zum Erhalt und zur Förderung der dörflichen Gemeinschaft ist die Umgestaltung des Kranenburger Hofes zum Treffpunkt für alle sowie zum Haus der Vereine geplant. Neben einer Gastronomie soll dort ein Café mit angeschlossenem Kiosk im Dorfladen-Charakter entstehen. Der Schwerpunkt des Angebots wird auf regionale Produkte gelegt. "Hierdurch wird auch für die zahlreichen Fahrradtouristen in der Osteregion eine weitere Möglichkeit zur Rast geschaffen", sagt Bertram.

Gemeinde Burweg
Matthias Wolff
Wohnort: Burweg
Berufliche Tätigkeit: Dipl.-Ing. Medientechnik
Parteizugehörigkeit: Unabhängige Liste Burweg auf Gemeindeebene – CDU auf Samtgemeinde- und Kreisebene
Gemeinderatsmitglied seit 2011
Bürgermeister seit 2011

"Mein Ziel ist, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Burweg gerne hier leben und wir für unsere nächste Generation eine wirtschaftlich und infrastrukturell sehr gut aufgestellte Gemeinde ausbauen," sagt Matthias Wolff. Als wichtige Projekte nennt er die Fertigstellung des Breitbandnetzes, die Schaffung von Bauflächen, den Ausbau der Rad- und Wanderwege und die Entwicklung von Gewerbe- und Mischgebieten in Abstimmung mit den anstehenden überregionalen Infrastrukturprojekten. "Das gerade begonnene Dorfentwicklungsprogramm zusammen mit der Gemeinde Hechthausen wird uns hierbei in Teilen eine sehr große Hilfe sein", sagt Wolff.

Gemeinde Düdenbüttel
Klaus-Peter Borchers-Saß
Wohnort: Düdenbüttel
Berufliche Tätigkeit: Angestellter beim Landkreis Stade
Parteizugehörigkeit: WGD - Wählergemeinschaft Düdenbüttel
Gemeinderatsmitglied seit 2001
Bürgermeister seit 2016

"Zu meinem Zielen gehört zunächst das Zusammenfügen des neuen Gemeinderates", sagt Klaus-Peter Borchers-Saß. "Es sind fünf neue Ratsmitglieder und zwei neue Verwaltungsmitglieder im Team, die wir mit auf die Reise nehmen wollen." Weiterer Punkt ist die energetische Erneuerung des Gemeindezentrums, das 1974 fertiggestellt wurde und nun auf den neuesten Stand gebracht werden soll. "Zudem soll der Dorfentwicklungsplan weitergeführt werden. Dazu gehören die Unterhaltung der Gemeinde-, Rad- und Wirtschaftswege sowie ein erweitertes Angebot von Wohnungen für Jung und Alt."

Gemeinde Deinste
Jörg Müller
Wohnort: Deinste
Berufliche Tätigkeit: Beamter
Parteizugehörigkeit: CDU
Gemeinderatsmitglied seit 2006
Bürgermeister seit 2013

"Eine der Aufgaben, die in der Zukunft vor uns liegen, ist die Förderung des Naturschutzes", sagt Jörg Müller. Er möchte den Einsatz regenerativer Energien wie Windkraft und Photovoltaik begleiten und gleichzeitig Raum und Planungssicherheit für die langwirtschaftlichen Betriebe geben.
Im Bereich Dorfleben steht die Förderung von Vereinen insbesondere in Bezug auf die Jugendarbeit auf der Agenda. "Zudem kämpfe ich für die Wiedereinführung des Schienennahverkehrs auf der Strecke Stade-Bremervörde und strebe eine Weiterentwicklung des Busverkehrs im Schüler- und Berufsverkehr sowie einen Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes ohne Barrieren an", sagt Müller.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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